Dienstag, Februar 21, 2017

Küchenteufel: Zitronen-Quark-Gugelhupf

Ich habe mir günstig gebraucht eine Gugelhupf-Backform gekauft - eigentlich für dieses tolle Monkey-Bread-Rezept, dass sicherlich bald auch endlich von der Nachbackliste in den Ofen (und ggf. auch ins Blog) kommt. Aber dann ist mir dieser flaumige Topfengugelhupf von Binekocht über den Weg gelaufen, es waren alle Zutaten dafür im Haus und so hat er sich quasi "vorgedrängelt". Die erste Version ist dann auch mal gleich ohne Backpulver (aaaaahhh!) in den Ofen gewandert, aber er hat auch so prima geschmeckt und wurde daher in den letzten 5 Tagen noch zwei Mal nachgebacken. Dabei habe ich leicht ein wenig mit den Zutaten experimentiert (weniger Eier, ein Teil des Mehls durch Vollkornmehl ersetzt, dafür ein Schuss Milch) und bin dann aber am Ende für diesen Blogbeitrag sehr nah am Original geblieben. Was aber Spaß macht, ist, ein wenig mit anderen Aromen zu experimentieren. Ein großzügiger "Schuss" Mandelsirup (ca. ein halbes Schnapsglas) im Teig hat mir gut gefallen und auch Monins Macadamiasirup wird sicher mal hinein wandern.

Warum ich euch gerade dieses Gugelhupfrezept hier abdrucke? Abgesehen davon, dass er sehr fluffig und sehr lecker war, ist er auch unglaublich einfach, und das mag ich. Die meisten Zutaten sind in ihrer originären Verpackungseinheit zu nutzen (genau eine Packung Butter, eine Packung Quark, eine Packung Puderzucker), das finde ich sehr charmant, da auch "Selten-Bäcker" dadurch wenig Reste im Kühlschrank ansammeln. Und später vielleicht wegwerfen.

Eine kurze Info noch zu den Zutaten: Alle Zutaten sollten zimmerwarm sein. Im Originalrezept wird frisch abgeriebene Zitronenschale benutzt, das habe ich beim ersten Mal getan, aber vorhin keine unbehandelte Zitrone mehr bekommen. Alternativ kam also das klassische Citroback im Tütchen in den Kuchen und schmeckte ebenfalls prima. Allerdings würde ich es nicht unbedingt durch die "Plastikzitrone" ersetzen, die viele Leute seit Jahren in der Kühlschanktür herumrollen lassen. Dafür schmeckt der Kuchen zu fein. Als Backpulver benutze ich seit einiger Zeit nur noch Weinsteinbackpulver, dann habe ich nicht diesen merkwürdigen stumpfen Geschmack an den Zähnen. Anstelle des Vanillezuckers habe ich 1 TL Vanilleextrakt benutzt, weil ich das Glas mit dem Zucker einfach nicht gefunden habe. Da seid ihr also auch völlig frei. Und nu: Ab an die Küchengeräte und los geht´s! :)

Zitronen-Quark-Gugelhupf



Zutaten

5 Eier
250g Butter
Zesten einer unbehandelten Zitrone (alternativ: 1 Packung Citroback)
1 P. Vanillezucker
250g Puderzucker (ein wenig zum bestreuen zurücklassen)
270g Mehl Typ 450
30g Speisestärke
1 P. Weinsteinbackpulver 
250g Quark (40%)

Zubereitung

  1. Den Backofen auf 160°C Ober- & Unterhitze vorheizen.
  2. Eine Gugelhupfform mit Butter auspinseln und mit Semmelbröseln / Paniermehl ausklopfen. 
  3. Die Eier trennen und das Eiweiß steif schlagen. Zur Seite stellen.
  4. Das Eigelb mit der weichen Butter schaumig schlagen.
  5. Zitronenzesten, Vanillezucker (oder -extrakt) und löffelweise den Puderzucker hinzugeben.
  6. Mehl, Speisestärke und Backpulver vermischen und ebenfalls löffelweise zum Teig geben.
  7. Den Quark mit einem Löffel verrühren und dann hinein in den Teig.
  8. Am Ende behutsam den steifgeschlagenen Eischnee unterheben und den Teig in die gefettete Form geben. Glattstreichen.
  9. Ca. 55 - 60 Minuten backen - die Stäbchenprobe zeigt, wie fix euer Ofen so ist. 
  10. Sollte der Teig nach 50 Minuten noch flüssig, aber oben bereits dunkel werden, mit Alufolie abdecken und weiterbacken.
  11. Aus dem Ofen holen, in der Form abkühlen lassen und stürzen. 
  12. Mit dem zurückgelassenen Puderzucker bestreuen und servieren.

 

Guten Appetit!

Donnerstag, Januar 19, 2017

Küchenteufel: Bananenbrot mit Haferflocken und Chiasamen

Es gilt gerade, Bananen zu verwerten. Viele Bananen. Fragt mich nicht, wie ich dazu gekommen bin (Hinweis: Mama war da mit einem Korb voller Nahrung). Bevor ich also Verstopfung  davon bekomme, mich in den kommenden Tagen ausschließlich von Bananen pur zu ernähren, habe ich mir überlegt, lieber neue Rezepte auszuprobieren. 

Was liegt noch so herum? Haferflocken. Und ein großer Sack Chiasamen. Ihr wißt schon - das aktuelle "Superfood". Kann man auch durch Leinsamen ersetzen, aber nun sind sie schon mal da, dann können sie auch ins Backwerk. Alle Zutaten in meine Lieblingsapp eingegeben, kam dieses schmackhaft aussehende Banana Bread with Oats and Chia Seeds bei the domestic goddess wannabe dabei heraus. Allerdings habe ich im Hinblick auf die süßen Bananen und die Tatsache, dass in US-Rezepten häufig mehr Süße drin war, als ich essen mochte, den Zucker ein wenig reduziert.

Praktisch: Man braucht keine strombetriebenen Geräte. Die Bananen werden in einer Schüssel gestampft, die flüssigen Zutaten mit einem Schneebesen vermischt und die trockenen Zutaten mit einem Holzlöffel untergerührt. Danach alles in die klassische Kastenkuchenform und nach 50 Minuten ist das Bananenbrot fertig.

Inzwischen höre ich beim Backen übrigens immer weniger Musik, sondern eher Podcast. Beim Backen dieses Brotes war es die Sprechkabine. Ein "Schwafelpodcast" der besseren Art, den ich euch wärmstens ans Herz legen möchte, wenn es euch gefällt, dass euch zwei Menschen ca. Ende 30 mit ihren Gedanken und Ansichten bespaßen.

Bananenbrot mit Haferflocken und Chiasamen


Zutaten

450g zerdrückte Bananen
1 großes Ei
120ml Rapsöl
180ml Milch, zimmerwarm
180g Mehl Typ 405
80g Zucker (im Originalrezept waren es 150g)
2 TL Weinsteinbackpulver
1/2 TL Salz
45g kernige Haferflocken
25g Chiasamen


Zubereitung

  • Den Backofen auf 170°C Ober- und Unterhitze vorheizen.
  • Die Bananen kleinschneiden und mit einem Stampfer grob "mantschen". 
  • Mit einem Schneebesen die flüssigen Zutaten (Ei, Öl, Milch) unterrühren.
  • In einer kleinen Schüssel die trockenen Zutaten vermischen.
  • Die trockenen zu den flüssigen Zutaten dazugeben und mit einem Holzlöffel gut vermischen, dass keine trockenen Mehl-Inseln mehr auftauchen. Aber nicht übermischen (also kein Handrührgerät benutzen!)
  • Eine Kastenkuchenform einfetten oder mit Backpapier auslegen (ein Streifen längs, zwei Streifen quer)
  • Den Teig umfüllen und ca. 50 Minuten backen.
  • Auskühlen lassen und genießen - zum Beispiel mit gesalzener Butter.

Guten Appetit!

Montag, Januar 16, 2017

Küchenteufels Winter: Orangenpunsch (alk)

Pünktlich mit Ende der Weihnachtssaison kommt die Kälte über das Land. Ist eigentlich auch logisch, denn es liegen ja noch zwei Monate Winter vor uns. Das Blog ist immer noch nicht auf seine neue Domain umgezogen und ich habe es satt, auf mich selbst zu warten. Es stehen doch so viele neue Rezepte in der Warteschleife!

Deshalb mal schnell aus der Hüfte geschossen ein Rezept, auf das ich nach Veröffentlichung des dazugehörigen Fotos auf Instagram und Co. bereits mehrfach angesprochen wurde. So simpel es ist, so lecker ist es auch: Orangenpunsch. Im Gegensatz zu Glühwein ist dieses heiße alkoholische (sehr alkoholische!) Getränk für mich nicht an die Weihnachtszeit gebunden, sondern passt immer dann, wenn es kalt ist. In den letzten Jahren habe ich immer wieder ein wenig herumprobiert (mit zerstoßenem Kardamom, mit Zitronenzesten, frisch geriebener Muskatnuss, Sternanis etc.) und habe jetzt denke ich mal die finale Version kreiert. Auch die verschiedenen Alkoholarten und ihre Verteilung wurde getestet, bis diese Variante für mich feststand. Selbstverständlich steht euch euch frei, all diese Dinge - und noch ganz andere - in eure Version des Orangenpunsches zu geben, jeder Geschmack ist anders. Aber ich rate euch, erst einmal mein Rezept zu probieren, bevor ihr dann selbst kreativ werdet. Dann hatte all die Ausprobierei seinen Sinn :)

Vorweg: Lieblicher Weißwein ist risikoreich. Die meisten Weintrinker haben - zu Recht! - sofort ein akutes Pochen in der Schläfe. Deshalb empfehle ich, da vielleicht einen Euro mehr auszugeben und nicht ganz unten ins Regal zu greifen, weil "kommt ja eh in den Punsch". Euer Kopf wird es euch danken!

Orangenpunsch


Zutaten

1 Liter Orangensaft
700 ml lieblicher Weißwein 
(ich nehme den von Rotkäppchen)
350 ml Triple Sec (Orangenlikör)
350 ml ungewürzter Rum 
(ich nehme 3-jährigen Havana)
6 ganze Gewürznelken
3 Zimtstangen
1 TL Vanilleextrakt (alternativ: Vanillezucker)

zur Garnierung
1 unbehandelte Orange 
(in Scheiben geschnitten & geviertelt)
Zimtpulver
ggf. brauner Zucker

Zubereitung

  • Alle Zutaten bis zur Vanille in einen großen Topf geben, mit einem Deckel abdecken und auf mittlerer Hitze langsam bis zur gewünschten Trinktemperatur erhitzen. Nicht kochen lassen - sonst verfliegen Teile des Alkohols, das wäre ja schade :)
  • Das langsame Tempo ist wichtig, damit Nelken, Zimt etc. ihren Geschmack gut an das Getränk abgeben können.
  • Die Orange heiß abspülen, in Scheiben schneiden und die Scheiben vierteln - für eine ansprechende Deko.
  • Wenn die perfekte Temperatur erreicht ist, die Hitze verringern. Den Punsch in Becher abfüllen (darauf achten, dass keine Nelken mit gehen), mit dem Orangenschnitz und etwas Zimtpulver garnieren. Wenn der Saft und/oder der Wein nicht süß genug waren, mit ein wenig braunem Zucker nachsüßen.
  • Genießen!

Viel Spaß!

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