Freitag, Dezember 10, 2010

Fettes Brot live in Kiel!

18 Jahre sind sie schon unterwegs - Fettes Brot aus Hamburg. Und obwohl ich ihre Karriere immer verfolgt und die radiotauglichen Texte mitgegröhlt habe, kams doch nie zu einem Konzertbesuch. Das hat sich am 9. Dezember geändert: Fettes Brot waren in Kiel und Alex und ich für den Fördeflüsterer dabei!

Eine ausführliche Konzertkritik samt grandioser Bilder von Alex aus dem Fotograben folgen in den kommenden Tagen beim FöFlü, aber hier in meiner kleinen privaten Spielwiese möchte ich nur kurz loswerden, dass es richtig viel Spaß gemacht hat, die Jungs auf der Bühne hüpfen und singen zu sehen.

Das Kieler Publikum ging auch gut mit, es wurde gesungen, geklatscht und gejohlt, ich habe sogar eine Pogoansammlung gesehen, und einen, der sich freiwillig über die Massen hat tragen lassen.

Ganz und gar nicht gewöhnlich war die Tatsache, dass Björn Beton (für die Älteren unter uns: der "Schiffmeister") mit seinem schicken weißen Swing-Jackett tatsächlich durch die Zuschauerreihen einmal rund um die Halle gerannt ist - das kannte ich bisher nur aus den Erzählungen meiner Mami von Helmut Lotti-Konzerten :) und einen ziemlichen Schockmoment gab es, als König Boris von seinem weißen Kistchen, auf das die Jungs immer wieder hoch und runter hüpften ganz ungeplant und derbe mit dem Gesicht zuerst in dne Bühnengraben fiel. Doch schon während des Songs war er wieder oben und nach einer kurzen Pause wieder auf der Bühne. Ich meine eine rote Stelle an seiner Stirn ausgemacht zu haben, aber die Mütze asß tief, die Beleuchtung war farbig und meine Brille zu Hause, ich will also nichts Unbestätigtes in den Raum werfen :)

Die Musikauswahl ging quer durchs Repertoire, wenn auch sehr "Strom und Drang"-lastig, was mich als großen Fan des letzten Albums nicht weiter störte. Witzige Songüberleitungen, Interaktivität mit dem Publikum und die großen Klassiker der Band rundeten den Abend vollständig ab. Würde ich sofort wieder hingehen!

Da dies aber so schnell nicht mehr möglich ist, hat meine kleine Handykamera (die bei Tageslicht wirklich prima ist, nicht jedoch im dunklen) brav ihren Dienst getan und ein kleines Video von der Konzerteröffnung aufgenommen. Wackelig, miese Ton- und Bildqualität - aber meine persönliche Erinnerung!

Freitag, Dezember 03, 2010

Bin mal wieder dabei - Freitagsfüller!

Mal wieder ein Lebenszeichen von mir: Barbaras grandiosen "Freitagsfüller"!



Wie immer gilt: Das Fettgedruckte ist von mir!

1. Bei dieser Kälte schmecken Marzipankartoffeln und Glühwein doppelt gut.

2. 2011 wird total gut und ich glaube fest daran.

3. Schnee haben wir in Kiel derzeit reichlich!

4. Ich möchte eigentlich viel pünktlicher sein, auch wenn es manchmal anders aussieht .

5. Am besten packe ich mich gleich mal warm ein und spaziere eine Runde durch den knirschenden Schnee.

6. Marzipankartoffeln nasche ich nur in der Vorweihnachtzeit .

7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf einen entspannten Abend zu Hause, morgen habe ich eine Geburtstagsparty geplant und Sonntag möchte ich eigentlich nur die Spülmaschine arbeiten lassen!

Ihr wollt auch mitmachen? Einfach bei Barbara vorbei schauen, Text kopieren und ins Blog setzen! Alternativ könnt ihr eure Antworten auch direkt in die Kommentare dort setzen.

Montag, November 08, 2010

Samsung Wave S8500 - Kontakte importieren kann so einfach sein!

Vor zwei Monaten nahm ich an einer Aktion von Samsung teil. Es gab das neue Telefon "Samsung Wave 5800" zu gewinnen, wenn ich zahlreiche Freunde dazu animieren könnte, mit dem Wave reichlich Photos zu machen. Kurz gesagt, ich habe genug Leute gefunden und das schicke neue Telefon erhalten. Aber damit fing es erst an.

Ich bin bei Technik kein Spontankäufer. Ich gucke, suche, vergleiche - es hat reichlich lang gedauert, bis ich mit dem Nokia 5800 das damals perfekte Telefon für mich gefunden hatte. Und nun liegt da dieses Wave und lacht mich an und endlich gehe ich das Problem an: Wie bekomme ich meine Daten vom Nokia-Telefon zum Samsung-Telefon?

Als Macuser bin ich Kummer gewohnt, und habe mir daher gleich mal Alex´ Windowsrechner geschnappt. Unter Windows konnte ich dank der Nokia PC Suite alle meine Kontakte in Outlook Express hineinladen. Bilder, Musikdateien etc. sind auch alle auf dem PC gespeichert.

Und wie kommen die Daten nun zum Wave? Fix die KIES-Software vom Samsung installiert (grafisch übrigens sehr ansprechend!) und den Sync-Button gesucht.
Leider leider kann man KIES nur mit Outlook ab 2002 synchronisieren, das fällt bei mir jedoch weg. Thunderbird und Co. werden nicht unterstützt. Selbstverständlich gab ich nicht auf und probierte fleißig herum, exportierte die Daten in alle möglichen Formate, aber das Ding wollte einfach nicht *grummel*

Nun - ich hatte dem Macbook ja gerade ein neues Betriebssystem (Snow Leopard) spendiert - eventuell war ja nun mehr möglich als vor 3 Monaten?
Flugs iSync angeworfen und mit dem Nokia verknüpft. Das ging allerdings nicht sofort, sondern erst, nachdem ich ein Update fürs Xpress Music 5800 heruntergeladen hatte. Prompt waren die Daten im Apple Adressbuch.

Meine Hoffnung war, dass iSync auch für das Wave S8500 irgendwo ein Plug-in hätte. Aber mitnichten :(

Jedoch ist KIES (das Samsung-Programm, siehe oben) für den Mac vorhanden, also wieder etwas heruntergeladen und installiert. USB-Kabel hinein und ein kleines Startfenster erschien. Dabei bliebs allerdings - denn KIES fand die Kabelverbindung ein wenig wackelig und entschied sich daher aktiv dagegen, das Wave mit dem Mac zu verknüpfen. Dafür öffneten sich regelmäßig andere Fenster *nerv*

Was sagt denn nun Tante Google? Ich durchforstete diverse Foren, versuchte unter anderem, mein GMail-Konto dafür zu nutzen, die Kontakte zu synchronisieren. Hochladen ging prima, aber danach waren nur die Mails auf meinem neuen Mobiltelefon, nicht die Telefonnummern im Kontakte-Speicher.

Es war also allmählich Zeit für ein lautstarkes AAAAAAAAAAAAAAAAARRRRRRRRRRGGGGGGGGGGHHHHHHHHHHHHHH!

Und dann tat ich das, was ich am besten kann: Zielloses herumprobieren. Und dann hatte ich die Lösung: Warum die Telefone via Rechner synchronisieren, wenn sie auch völlig PC/Mac-los MITEINANDER kommunizieren können?

Am Nokia gibt es die Möglichkeit, Visitenkarten per Bluetooth zu versenden, das macht man ja regelmäßig, wenn man jemandem mal schnell sein Kärtchen in den Speicher schicken will. Die erste Nummer ging problemlos vom Nokia zum Wave. Aber 303 Kontakte von Hand nach und nach schicken? Urgs.
Siehe da: Beim Nokia kann man alle Kontakte auswählen. Das funktioniert folgendermassen:

Kontakte -> Optionen -> Markierungen -> Alles markieren
Dann findet sich hinter allen Kontakten ein kleines Häkchen.

Um die Daten zu übertragen, einfach Optionen -> Als Visitenkarte senden -> Über Bluetooth -> Telefon auswählen klicken und - tatata! - die Daten gehen wie von Zauberhand per Blauzahn aufs neue Telefon.

Kann es tatsächlich so einfach sein? Ja!

Und sollte Samsung sein Versprechen wahr machen, Anfang 2011 ein schickes neues, auch für den Mac benutzbares Programm auf den Markt zu werfen, schau ich mir das mal genauer an und werde ggf. darüber berichten!

Mittwoch, Oktober 13, 2010

Küchenteufel: Kürbisspätzle

Ich hab ja versprochen, unsere derzeit ersponnenen Kürbisrezepte hier einzustellen. Dieses Mal geht es um eine schwäbische Spezialität (Alex ist ja halber Schwabe): Spätzle.

Jaaa ... auch die kann man mit Kürbis machen, genauer gesagt mal wieder der Hokkaido (ob ich es diesen Herbst noch schaffe, mal einen Muskatkürbis zu verarbeiten?).

Spätzle sind ja so eine Sache: Die einen schaben sie vom Spätzlebrett (hab ich, mag ich aber nicht), die anderen pressen sie durch eine Kartoffelpresse und ich? Ich habe die Segnung der Firma Tupperware im Haus in Form der sogenannten "Spätzleria". Im Prinzip ein leicht gerundetes Plastikbrett mit Löchern und Plastikspatel, aber das Ding läuft super. Wobei Alex natürlich herumätzen muss, dass das, was rauskommt, allerhöchstens "Knöpfle" seien, keine Spätzle. Aber egal, gegessen wird es trotzdem :)

Hier ein kleines Video zum original "schaben", mit klasse Audiokommentar! :)

Spätze schaben mit Schwaben

Nun aber los mit den

Kürbisspätzle

Zutaten:

ca. 250 g Hokkaido-Kürbis (reines Fleisch)
250 g Weizenmehl (alternativ geht natürlich auch Dinkelmehl, dann mit der Wassermenge variieren)
2 große Eier
200 ml Wasser
2 TL Salz
Pfeffer
Muskatnuss
ein paar Blätter frischer Salbei
2 EL Butter
Optional: frischer Parmesan

Zubereitung:

Den Kürbis von Kernen und Schale befreien, in kleine Stücke schneiden und mit wenig Wasser in einem kleinen Topf ca. 10 min. mit Deckel weichdünsten. Kürbis pürieren.

Mehl, Salz, Eier und Wasser schnell zusammenrühren (auch gleich das komplette Wasser hinein, sonst klumpts), das Kürbispüree unterrühren. Mit Salz, Pfeffer und Muskat würzen.

Der Teig ist dann soweit, wenn er beim Schlagen Blasen wirft und schwer vom Löffel reißt. Wenn der Teig zu fest ist, mit Wasser verdünnen, andersherum mit Mehl binden.

Den Teig ca. 5 - 10 min. ruhen lassen, dann noch einmal kräftig durchschlagen.

Einen Topf mit Wasser aufsetzen, das kochende Wasser salzen. Den Teig portionsweise mit einer der o.g. Möglichkeiten"schaben". Die Spätzle sind fertig, wenn sie oben schwimmen. Mit einer Schaumkelle abtropfen lassen und warm stellen.

In einer kleinen Pfanne bei wenig Hitze die Butter schmelzen und die Salbeiblätter hineingeben, so dass die Butter den Geschmack annimmt. Über die Spätzle geben und als Beilage servieren.

Wenn die Kürbisspätzle als Vorspeise oder sogar Hauptgericht serviert werden sollen, passt frisch geriebener/gehobelter Parmesan dazu.

Guten Appetit!

Mittwoch, Oktober 06, 2010

Küchenteufel: Kürbisbrot

Wie ja zuvor schon angekündigt, tobe ich mich zur Zeit mit Hokkaido-Kürbissen aus und möchte euch gern an den Ergebnissen teilhaben lassen. Und es ging auch gleich gut los: Nachdem wir eine eher durchschnittliche Kürbis-Nudelsauce gemacht haben, nutzte ich den "Rest" für ein Kürbisbrot. Alex ist allerdings der Meinung, dass es sich eher um einen trockenen Kürbiskuchen handelt :) Egal was es ist, das Ding wurde im Laufe eines Nachmittags zu 2/3 verputzt, das spricht doch für sich!

Für das Kürbisbrot habe ich ein Rezept aus dem "essen und trinken für jeden Tag"-Heftchen genommen, das ich mir regelmäßig beim Einkauf mitnehme ... und dann ein wenig für mich abgewandelt.

Kürbisbrot

Zutaten:

300g Kürbisfleisch (netto, nach Entfernen von Schale und Kernen)
75 g weiche Butter
500g Mehl
1 Pk. Trockenhefe
90g Zucker
1 gestr. TL Salz
1 Ei
1 EL Milch

Möglich ist, 1 TL Kürbiskerne auf das Brot zu geben, oder mit Muskatnuss und Zimt zu würzen.

Zubereitung:

Kürbis entkernen, schälen und das Fruchtfleisch würfeln. Mit 2 EL Wasser in einen Topf geben, zugedeckt bei wenig Hitze 15 min. weich kochen, zwischendurch umrühren. Kürbis in einem hohen Gefäß mit dem Stabmixer fein pürieren. Butter untermischen und abkühlen lassen.

Mehl, Hefe, Zucker und Salz in einer Schüssel mischen. Ei und Kürbis-Butter-Mischung zugeben und mit dem Knethaken des Handrührers zu einem Teig verarbeiten. Dann auf der Arbeitsfläche mit den Händen zu einem geschmeidigen Teig kneten. Zurück in die Schüssel geben und 30 min. gehen lassen.

Teig in eine Kastenform geben. Längs 1 cm tief einschneiden, mit Milch bepinseln. Bei 180°C ca. 45 min. bei O/U-Hitze backen.

Am besten schmeckt er ganz frisch mit ein wenig Butter und Salz (bzw. gesalzener Butter), zum Beispiel als Alternative zu Kuchen am Nachmittag. Wer es nicht ganz so süß mag, reduziert den Zucker.

Viel Spaß beim nachbacken!

Donnerstag, September 30, 2010

Kürbis-Zeit!

Da ich so gut wie keine weiblichen Verwandten habe, die sich mit deutscher Küche auskennen, entdecke ich einige Dinge/Gemüsesorten/Rezepte vielleicht etwas später als die Leute mit der guten Großmutter. So auch der Kürbis, der mir vor einigen Jahren zum ersten Mal bewußt über den Weg lief.

Im Jahr darauf schenkte ich meiner besten Freundin einen Kochkurs zum Thema Herbst-Gemüse - jedoch war das ein ganz maues Kürbisjahr, also schlief mein Kürbisinteresse einfach wieder ein.

Dieses Jahr lachen sie einen aber wieder überall an: Groß und prall und saftig und vor allem ziemlich günstig lachen einen Hokkaido-, Butternut- und Muskatkürbis an und ich bin wieder infiziert.

Bisher habe ich 1x eine leckere Kürbis-Nudelsauce fabriziert und ein Kürbisbrot gebacken. Auf dem Zettel stehen noch Aufläufe, Kürbisravioli, Kürbis-Schupfnudeln, Kürbisgnocchi, Kürbissuppen und und und. Die Dinger werden uns dieses Jahr zu den Ohren herauskommen und ich werde euch per Bild und ggf. per Küchenteufelrezept auf dem Laufenden halten.

Aktuell schmause ich übrigens vom noch leicht warmen Kürbisbrot - Bild und Rezept folgen heute abend! :)

Sonntag, September 26, 2010

Küchenteufel: Wan-Tan-Taschen, frittiert

Es war nach dem Barcamp Kiel im August - wir nutzten die 20% Rabatt und fielen spontan im Soho in der Gneisenausstrasse ein, um die Sushi-Lust zu befriedigen. Aber nur kaltes Essen?

Nee, eine Vorspeise musste her, und so teilten wir uns eine Portion frittierter Wan-Tans. Moment mal, WanTan? Hab ich nicht schon seit Ewigkeiten eine ganze Packung von diesen Blättchen im TK-Fach?

Jepp, da waren sie. Sogar mit aufgedrucktem Rezept! Dies beinhaltete jedoch Shrimps und Hackfleisch, uns stand allerdings der Sinn nach Hähnchen. Indische Frittier-Schüssel rausgeholt, WanTan-Blätter antauen lassen, Rapsöl erhitzen und los geht der Spaß!

 

Friterte Wan-Tan-Taschen mit Hähnchenfüllung






Zutaten

1/2 Packung WanTan-Blätter, TK
Rapsöl zum frittieren

Füllung
1 Hähnchenbrustfilet, in Würfel geschnitten mit Salz und Pfeffer angebraten
(es gehen auch 2 Packungen Hähnchenstreifen für den Salat)
1 Ei
1 EL Öl (ich hab dunkles Sesamöl genommen)
Frühlingszwiebeln, kleingeschnitten
gehackte Petersilie
1 Knoblauchzehe, kleingeschnitten (optional)
etwas Ingwer (ich benutze eine Paste)
Sojasauce
Oystersauce
süße Chilisauce
Salz, Pfeffer, Kurkuma, Paprikapulver

Zubereitung

Aus allen Zutaten für die Füllung entweder mit einem großen Messer oder im Mixer eine löffelbare Masse (Farce) bereiten. Das Fleisch muss nicht vorher angebraten werden, aber ich mag den Geschmack von angebratenem Hähnchen und fühle mich einfach wohler, wenn das Fleisch vorher erhitzt wurde. Von allen Saucen erst einmal 1 EL nehmen und dann nach Wunsch nachwürzen.

Eine kleine Schüssel mit Wasser und einen Pinsel bereitlegen.

WanTan-Blätter vorsichtig vom Block abziehen - am besten nimmt man immer oben ein paar und unten ein paar herunter, füllt diese erstmal und zieht dann weiter ab.

Je 1 EL Füllung auf die Mitte des Blattes legen, die Ränder per Pinsel mit dem Wasser anfeuchten. Das Blatt zuklappen und von der Füllung aus die Ränder andrücken (sonst ist jede Menge Luft drin). Das geht leider nur in 60% der Fälle sofort. Daher drücke ich die Ränder meist "fächerförmig" zusammen, dann ist die Wahrscheinlichkeit größer. Angeblich soll Eiweiß besser kleben - ich werde beim nächsten Mal berichten :)

Das Öl erhitzen, bis an einem Holzstäbchen Bläschen hochsteigen und dann die WanTans darin ausbacken. Auf Küchenkrepp abtropfen lassen und warm mit süß-saurer Chilisauce servieren.

Die Bilder, die Bilder!

WanTan mit Füllung

In Fächerform geknickt.

Portionsweise frittieren.


Volià!

Samstag, September 25, 2010

Man kommt ja zu nix ..

... aber ich verspreche ein neues Rezept aus der Rubrik "Küchenteufel" noch an diesem Wochenende! Mit Fotos! Ich schwör´! :)

Sonntag, September 19, 2010

Animax - The little record shop

Mehr durch Zufall bin ich beim sonntäglichen Zappen auf diese Sendung gestoßen: "The little recordshop". Zwei Typen im Southpark-Style gezeichnet lungern in einem Plattenladen herum und schauen sich mehr oder weniger aktuelle Musikvideos an - inkl. dummer Kommentare.
Normalerweise wird die Sendung Mittwoch am frühen Abend (18:30 Uhr) ausgestrahlt, aber ich denke, ich bleibe bei der Sichtung am Sonntag nachmittag :)

Hier mal ein kleiner Vorgeschmack auf die beiden Kerlchen:

Dienstag, August 24, 2010

Kiel - Miniatur Wunderland :)

Es war gestern DAS DING auf Facebook, Twitter und Co. Zumindest bei den Kielern, oder Leuten, die Kiel schon mal gesehen haben. Alle, die o.g. Medien nutzen, können also gleich weitergehen :) Aber für diejenigen, die dieses tolle Video noch nicht kennen, habe auch ich es als gefühlt drölfundneunzigste auf mein Blog gestellt und wünsche viel Spaß beim Gucken.

So schön ist Kiel :)

Mittwoch, August 18, 2010

Ein neues Katzenvideo!

Auch wenn ich so gerne glauben möchte, dass meine beiden Kater natürlich unsagbar einzigartig sind - sind sie es nach den Videos von Simon meistens nicht. Aber es macht Spaß, die Verhaltensweisen der eigenen Kater in Simons´Cat wiederzufinden.

Viel Spaß mit dem neuen Video!

Freitag, Juli 23, 2010

A-Ha - Question of Lust

Ich mag es, wenn Facebook-"Freunde" hin und wieder Musikvideos posten. Meistens sind es Songs, die man wieso auch immer vergessen/verdrängt hat, sich dann aber doch darüber freut irgendwie die selben Dinge zu mögen.
Daher beteilige ich mich auch alle paar Tage daran, ein schönes, zur Tagesstimmung passendes Video in meine Timeline zu schmeißen.

Heute sollte es eigentlich "Question of Lust" von Depeche Mode werden, meine ewige Depeche Mode Nr.1. Aaaaaber .... "dieses Video enthält Content von EMI und ist in deinem Land nicht mehr verfügbar" *grummel*
Auf der Suche nach einer guten Alternative fand ich plötzlich DAS HIER und bin immer noch völlig hin und weg!
Einer meiner Lieblingssänger - Morten Harket von A-Ha - singt mein Lieblingslied von Depeche Mode! Strange! Love!

Okay, das erste Mal hören war ... ungewöhnlich ... aber seit dem wird es immer besser. Schön ists!



Natürlich ist es nicht Depeche Mode, aber - gefällt!

Freitag, Juli 16, 2010

DPD? Nein danke.

Hab ich schon mal erwähnt wie unterschiedlich Paketdienste sein können?

In einer netten Nachbarschaft zu wohnen hat den Vorteil, dass eigentlich immer irgendwer Deine Pakete annimmt. Wir haben sogar einen besonderen Luxus, nämlich eine Apotheke direkt im Nachbarhaus, die zumindest vom DHL-Mann immer sofort angesteuert wird, wenn bei uns keiner da ist.

Hermes bringt es gern mal fertig, das Päckchen in einer Plastiktüte einfach an die Tür zu hängen. Das ist aufgrund der Tatsache, dass eine Menge Leute durch unsere Straße laufen eher semi, aber dank netter Nachbarn hängt/liegt die Tüte dann schnell im Hausflur geschützt.

Am Montag kam ich nach Hause und stellte fest, dass mir ein Päckchen von DPD zugestellt werden sollte? DPD? Da hatte @kieliscalling doch gerade so eine Horrorstory über angeblich nicht angetroffene Mitbewohner erzählt (man war gerade zu viert in der Wohnung als der Mann kommen sollte). Aber egal, auf dem Zettel stand, dass er am Dienstag bis 14 Uhr wieder vorbeikommen würde. Klasse, da hatte ich Homeoffice eingeplant.

Dienstag morgen schaute ich so gegen 11Uhr irgendwas zufällig aus dem Fenster um den Bauarbeitern gegenüber zuzugucken und sah das DPD-Auto halb in der Baustelleneinfahrt parken, böse von Baustellenfahrzeugen angehupt. Passenderweise klingelte es und ich war schon sehr gespannt, ob das DPD-Päckchen wohl meine bei Pepsi bestellte "SchwipSchwap"-Sporttasche enthalten würde. Ich öffnete die Tür, und vor mir stand - unser DHL-Mann.

WTF? Er brachte mir mein Amazon-Päckchen (mal wieder ultraschnell, ich kann sie gar nicht genug loben!), smalltalkte mit mir über die Kater und verschwand wieder. Der DPD-Wagen auf der anderen Straßenseite war inzwischen verschwunden.

Nun gut, dachte ich mir, muss ja nicht der Wagen mit meinem Päckchen gewesen sein, die werden ja sicherlich zahlreiche Touren fahren.

Es wurde 14 Uhr. Es wurde 15 Uhr.
Um 16 Uhr versuchte ich anhand der Schnipsel des vorher zerrissenen Benachrichtigungsscheines im Internet herauszufinden, wo denn nun mein Päckchen bliebe?
Auf DPD.de ging schon mal gar nix, die Nr. auf dem Schein war da nicht verwendbar. Also versuchte ich anzurufen, jedoch ist mein Telefonanschluß sicherheitshalber für solch teure Telefonanrufe, die mit 0900 beginnen pauschal gesperrt. Ich schnappte mir das Mobiltelefon, bekam noch die Ansage, wie teuer das Telefonat pro Minute werden würde und eine Bandansage, dass ich auf einer anderen Seite im Internet eine personifizierte Zustellung eintragen könnte. Nun war ich aber schon mal dran und wollte mit jemandem sprechen.
Pustekuchen, ich wurde nämlich aus der Leitung geworfen.

Nun doch auf die Website, wo nur der erste Zustellversuch eingetragen war und dass sie wieder kommen wollten. Ich könnte mir das Päckchen auch an die Aral an der Ecke liefern lassen oder an eine andere Adresse. Hm.
Ich wußte, dass ich am Mittwoch ebenfalls tagsüber zu Hause sein würde und dachte, ich könnte es einfach auf einen weiteren Versuch ankommen lassen.

Tja. War wohl nix. Heute nacht im Internet war plötzlich nicht mal mehr die Auswahl, stattdessen stand in einer verrutschten Zeile etwas von "Kleinpaket ausgeliefert" oder so ähnlich.

Heute kam dann eine Mail von Pepsi, ich hätte bei DPD die "Annahme verweigert". WTF?!

Nun darf ich noch einmal 3,99 Euro Versandkosten berappen, was mich allerdings günstiger zustehen kommt als wenn ich mich für ca. 1 Euro pro Minute mit einem DPD-Mitarbeiter am Telefon herumärgere (was ja auch bei @kieliscalling schon nicht geklappt hat).

Eins bleibt: Ich werde niemals mit DPD ein Paket versenden und wenn ich bei einem Onlineversand die Wahl habe, immer DHL auswählen. Und einen pissigen Blogintrag verfassen, was ich hiermit getan habe.

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Edit: Ich hab mir mal die Sendungsverfolgung angeguckt und da ist von einem zweiten Zustellversuch nix zu sehen ...

Mittwoch, Juli 14, 2010

Kleine Taschenlampe brenn

Ich war ja seit Grundschulzeiten der weltgrößte Fan von Nena. Okay, die Dame ist vielleicht nicht gerade die hellste, aber sie war frech, die Musik witzig und überhaupt war ich gerade erst sieben Jahre alt :)

Selbstverständlich habe ich damals auch den Film "Gib Gas, ich will Spaß" mit Nena und Markus geguckt und war verliebt in das Duett "Kleine Taschenlampe brenn". Auswendig mitsingen konnte ich es, obwohl ... "singen" würde ich mein Gepiepse/Gekrächze eigentlich nicht nennen. Hauptsache es macht Spaß und die Musikanlage sehr laut damit
ich mich nicht selbst hören musste.

Hier ein Hitparadenauftritt von Markus aus dem Jahr 1982. Man beachte neben all den anderen lustigen 80er-Jahre-Katastrophen vor allem die rasante Schnitttechnik.



Zu einer Kieler Woche in den Neunzigern (nagelt eine alte Frau bloß auf kein Jahr fest!) war Markus zu Gast im RSH-Musikzelt und ich selbstredend in der Menge. Dann kam der Schlüsselmoment, ein Moment, an den ich bis heute immer mal wieder denke. Ich muss dazu sagen, dass ich eigentlich total schüchtern bin. Ehrlich! Und verklemmt. Und wenn ich damals als Teenager etwas nicht 100%ig konnte, dann hätte ich mich im Leben nicht zum Affen gemacht (heute bin ich da glücklicherweise entspannter).
Also, der Schlüsselmoment: Markus steht auf der Bühne, erzählt von o.g. Film, von seinem Duett mit Nena und der Tatsache, dass ihm hier und jetzt, in Kiel auf der Bühne ja nun eine Duettpartnerin fehlen würde. Ob jemand sich freiwillig melden würde?
Alle Zellen meines Körpers tanzten Samba. Oder Foxtrott. Oder Capoeira.
Auf jeden Fall habe ich mich nicht gemeldet.

Der Mann schaute schon hilfesuchend herum, bat bereits Damen, die an diesem Tag Geburtstag hatten oder Sonja hießen (weiß der Geier warum, vielleicht erinnere ich mich auch falsch) darum, doch zur Bühne zu kommen. Naja, ich hatte weder Geburtstag, noch hieß ich Sonja, Thema durch. Außerdem: Singen kann ich ja bis heute nicht.
Er sang dieses wunderschön-schlichte Liebeslied, und ich sang es in der Masse lauthals mit. Und quälte mich. Zahlreiche Male habe ich danach noch zu Hause "1000 Kerzen werden brennen" mitgeträllert, fühlte mich damals total angesprochen. Man muss sich mal vorstellen, wie bekloppt-romantisch ich damals war *lach*

Danach fand der feine Herr Markus eine neue (Lebens-)Partnerin, die ihn auch auf der Bühne begleitete, und er hat nie wieder eine Dame aus dem Publikum aufgefordert, zumindest soweit ich weiß. Manchmal würde ich ihn gern treffen und ihm von dieser Geschichte erzählen. Allerdings könnte es sein, dass ich dafür nur einen fragenden Blick kassiere, ein "und warum erzählen Sie mir das nun, gute Frau?". Also dachte ich, erzähle ich es einfach euch :)


Edit: Da es schon die ersten Nachfragen zu der "1000 Kerzen sollen brennen"-Schnulze gab, hier auch dazu das Video. Ich möchte darauf hinweisen, dass ich damals noch ein Teenager war und parallel dazu The Cure und Red Hot Chili Peppers verehrte *rausred* :)

Dienstag, Juli 13, 2010

Happy Birthday Patrick Stewart!

"Mein" Captain, Sir Patrick Stewart wird heute 70!
Selbstverständlich ist er nicht nur Captain Picard, auch wenn er sich im Gegensatz zu Götz George und Co. nie darüber aufgeregt hat, "nur" auf diese Rolle reduziert zu werden (Hochachtung dafür!).

Stewart war/ist Mitglied der Royal Shakespeare Company, er war Professor in Oxford, er ist Ritter ihrer Majestät :) Er half Mutanten in seiner Schule und folterte Mel Gibson. Er spricht eine Figur in "American Dad". Er wartete mit "Magneto" Ian McKellen zusammen auf der Bühne auf Godot.
Und: Er spielte den zweitcoolsten Nebendarsteller-Schwulen, die ich jemals gesehen habe :) (Platz Eins gewinnt auf ewig Rupert Everett in "Die Hochzeit meines besten Freundes").

Beweise?

Hier ist das Video auf "Jeffrey":



Aber auch im richtigen Leben ist Stewart eine extrem coole Sau.

Ein Interview bei Top Gear, meiner liebsten BBC-Autosendung:





Und hier noch ein wenig Patrick Stewart zum genießen:



Happy Birthday, Mr. Stewart!

Darauf einen Earl Grey, heiß!

Donnerstag, Juli 01, 2010

Spy Groove

Zu einer Zeit, als bei MTV noch nicht ausschließlich Schwachsinn lief (Beginn des Jahrtausends), zog ich kurzzeitig wieder bei meinen Eltern ein und hing bis spät in der Nacht vor der Glotze. Aus dieser Zeit stammt nicht nur meine Begeisterung für Bernd das Brot (wer nur einmal im völlig betrunkenen Zustand die Nacht-Schleife beim KiKa gesehen hat, wird wissen was ich meine), sondern auch für die trashige Zeichentrickserie "Spy Groove", die damals auf MTV lief.

Leider immer noch nicht auf DVD erhältlich, kann man sich diese Serie jedoch bei Youtube anschauen, einige Teile sogar in deutscher Synchro, die ich sogar für sehr gelungen halte!

Also - solltet ihr wie ich gerade bei diesem grandiosen Wetter ans Haus gefesselt sein, wünsche ich euch viel Spaß mit ein wenig Agenten-Zeichentrick-Trash :)





Samstag, Juni 26, 2010

Kieler Woche, Indienbesucher ... und ein neues Telefon

Uff.

Ich bin tatsächlich keine Zwanzig mehr, das hat mir die letzte Woche deutlich bewiesen. Zwei zwanzigjährige Besucherinnen aus dem schönen Indien, die nach Shopping in Dubai und Sightseeing im deutschen Westen nun im Norden nahezu ausschließlich Party machen wollen.

Eine Kieler Woche, die genau den richtigen Hintergrund dafür liefert. Wir treffen überall liebe Leute (gestern z.B. den Herrn Schon-Zeit, und auch die Frau Bea durfte feststellen, dass ich kleiner bin als gedacht), haben echt Glück mit dem Wetter und feiern einfach herzhaft. Mit langen Laufstrecken und .. ähm ... wie können die zwei Bier gestern 40 Euro gekostet haben? :)

Nebenbei geht natürlich das normale Leben weiter. Arbeit muss erledigt werden, Sportstunden gegeben werden und siehe da: Samsung hat sich meiner erbarmt und läßt mich an der Longest Wave teilnehmen. Da werd ich die eine oder andere helfende Hand benötigen, damit ich für lau ein neues Mobiltelefon abgreifen kann, aber dazu später mehr (nach der Kieler Woche).

Ich wünsche allen Kielern ein tolles Kieler Woche-Wochenende - nicht vergessen, heute abend ist mal wieder pl0gbar! - allen Nicht-Kielern einfach so ein tolles Wochenende und ich verspreche mehr Content ab Mittwoch (dann sitzen die Mädels wieder im Flieger gen Bombay).

Have good time, wir fahren jetzt nach Lübeck, Marzipan einkaufen :)

Freitag, Juni 11, 2010

BASTAs Beitrag zur WM

Seit ich diese A-capella-Gruppe zum ersten Mal bei einer ansonsten unsagbar langweiligen Jörg Pilawa-Show in der ARD gesehen habe, bin ich ein großer Fan von BASTA.

Obwohl ich sie tatsächlich noch nie live erleben durfte (immer unglaublich schnell ausverkauft!) erfreuen sie mich auch in ihrer WDR-Sendung "... und Basta!" und natürlich auf den CDs. Immer in Konkurrenz zu den klasse Jungs von den Wise Guys haben die dieses Jahr einen WM-Song herausgebracht.
Hieß es 2006 bei den Wise Guys "Weltmeister", so haben BASTA ihren diesjährigen Beitrag etwas an die Spielstätte der WM angepasst.

Viel Spaß!



Und wer "Weltmeister" von den Wise Guys noch nicht kennt:

Sonntag, Juni 06, 2010

Schuhsonntag

Feronia hat zum Schuhsonntag aufgerufen und da ich eh gerade auf der Suche nach dem perfekten Outfit für den perfekten Sonntagnachmittag war, bin ich ihrem Aufruf gefolgt und habe stellvertretend mal zwei Paar meiner bevorzugten Sommerschuhe fotografiert :-) Mal wieder was völlig unpolitisches *lach*



Und ihr so?

P.S. Die dicken Knöchel kommen natürlich nur davon, dass ich gestern gut 10 Stunden bei einer Veranstaltung herumrennen musste ;-)))))

Freitag, Juni 04, 2010

Mein perfektes Sommeroutfit! :)

Die Tammy hat mich auf ein richtig witziges Gewinnspiel bei stylefruits.de hingewiesen.

Man darf sich entweder ein vorgegebenes Outfit aussuchen, oder - was mehr Spaß macht - eins selbst zusammenstellen. Und das war mein Ergebnis:

Freizeitoutfit Gartenparty
Freizeitoutfit Gartenparty von Batgirlkiel mit Artikeln von Esprit, zusammengestellt bei stylefruits.de


Du willst auch teilnehmen? Dann guckt mal bei insidefruits nach den Teilnahmebedingungen. Ach ja, und wenn ihr in euren eigenen Blogbeitrag schreiben könntet, dass ihr das Gewinnspiel bei mir gesehen habt, würde mich das auch sehr freuen :)

Donnerstag, Juni 03, 2010

Ein Huhn, ein Fuchs und viele Sektflaschen

Bei Gilly fand ich ein gar lustiges Video.

Wie gut, dass unser Prosecco von Aldi inzwischen mit Schraubverschluß verkauft wird :)

Bundespräsident? Brauch ich nicht mehr.

Es gibt da das Amt des Bundespräsidenten. Ich will euch nicht damit langweilen, wie das Amt politisch genau angelegt ist, sondern gehe hier rein auf die emotionale Schiene. Ich habe bewußt einen Herrn v. Weizsäcker erlebt, und einen Herrn Herzog. Fand ich beide irgendwie klasse, so "landesväterlich".

Und dann kam irgendwann Herr Rau. Den kannte ich schon von meiner Zeit aus Düsseldorf, "Papa Rau", den da irgendwann auch niemand ernst genommen hat. Kanzler wollte er schon mal werden. Hat aber nicht geklappt. Mehrfach, soweit ich mich erinnere. Aber so einen langgedienten Sozen, den muss die Partei irgendwo unterbringen, der hat das verdient, seine eigenen Leute lässt man nicht hängen.
Macht ja der FCB auch nicht, der hat für Paul Breitner und Co. ebenfalls noch nen Job irgendwo gefunden.

Die SPD hat den Rau also zum Bundespräsidenten gemacht, und zum Dank hat er - wenn er sich überhaupt mal bemerkbar gemacht hat - gern pro SPD gesprochen. Toller Bundespräsident, nee wirklich. Und so überparteilich. (Wie gesagt: Das ist hier alles total subjektiv. Vielleicht hat Herr Rau sehr agil dauernd kluge Dinge gesagt und getan und ich war nur so ignorant, sie nicht mitzubekommen.)

Weiter gings mit Horst Köhler. Der hatte zwar unter Kohl bzw. Theo Waigel einiges an Finanzkram versaubeutelt, aber das ist ja jetzt schon so lange her, dass man ihn zum Bundespräsidenten machen konnte. Die Wirtschaft fands auch toll. "Unbequem" wollte er sein, und ich hab tatsächlich gehofft, damit würde er sowas machen wie Roman Herzog.
Haha ... ich bin aber auch leicht zu verarschen.

Nun gut, seine Gegenkandidatin war mir gleich im ersten Interview schon so richtig unsympathisch und das wurde mit ihren PDS-Äußerungen nicht besser, im Gegenteil. Die Frau Schwan halt.

Naja, der Köhler wollte den Job dann doch ein zweites Mal machen, warum auch nicht. Gehört hatte ich von ihm ebenfalls eher weniger, außer dieser Sache mit "toll, dass ich während der WM 2006 mal nicht der einzige mit Fähnchen am Auto bin" fällt mir spontan gerade nicht ein.

Und wenn stellte die SPD als Gegenkandidaten auf? Genau, Frau Schwan.
Ich begann zu recherchieren: Wurde eigentlich jemals einem BuPrä, ders noch ein zweites Mal machen wollte, diese Amtszeit "verweigert"? Eigentlich nicht. Schien mir kein guter Ton zu sein. Darauf angesprochen, reagierten mir bekannte, sonst freundliche SPDler mit einem schnappigen "wenn die CDU in unserer Position wäre, würden die das bestimmt auch tun".

WTF?!

Aber dann wurde es noch "besser": Wir erinnern uns aus Schulzeiten: Der Bundespräsident wird von der Bundesversammlung gewählt. Das sind zwar neben Politikern auch noch andere Personen aus Kultur, Wirtschaft und .. ach weiß der Geier wo die herkommen, aber eben nicht alle Leute über 16/18 Jahre, die da draußen rumlaufen.

Also: Der Bundespräsident wird NICHT direkt vom Volk gewählt. Das war der SPD aber egal, und deshalb haben sie sich für "Superwahljahr" schon mal warm gemacht und einen "Wahlkampf" geführt, der in meinen Augen unter aller Kanone war. Meistens finde ich ja die CDU die peinlichste aller Parteien (naja, und auch die SED/PDS/Linke), aber DAS war richtig richtig ätzend.

Und was - gerade in Bezug auf das "Superwahljahr" so richtig fies war: Die darauffolgende Europawahl, die es m.E. dringend nötig hätte, dass sie in Deutschland endlich den medialen Stellenwert bekommt, den sie aufgrund ihrer Bedeutung für uns alle hat, wurde irgendwie so "durchgeschleust". Als wäre all den Schwan-Wahlkämpfern - teilweise akut mit Schaum vor dem Mund - irgendwie die Luft ausgegangen. Wie ein Luftballon, in den man eine Nadel gesteckt hat.

Übrigens: Zur Europawahl hätten die Bürger, die der dann doch kaum stattfindende Wahlkampf angesprochen hätte, sogar hingehen können! Doll!

MannMannMann.

Herr Köhler hat sich übrigens gerade mal ins Gespräch gebracht. Erst unfreiwillig, weil er etwas Dummes gesagt hat, und dann freiwillig, weil er wieder etwas Dummes gesagt hat, verbunden mit seinem Rücktritt. Ihr wißt selbst, was da passiert ist, ich muss dieses "beleidigte Leberwurst-Gehabe" also genauso wenig nachskizzieren wie die Reaktionen aus der Anti-Merkel-Abteilung in der CDU.
Ihr wißt schon: Diese Spezis, die entweder pauschal gegen Frauen sind, oder die es einfach ankotzt, dass sie ihre komplette Kindheit und Jugend für die JU gegeben haben, immer in der Hoffnung, dass irgendein wichtiger CDUler sie entdeckt und fördert und irgendwie auch wichtig macht.

(Für die, die es nicht wissen: Ich war auch mal in der JU. Allerdings wollte mich niemand fördern und machen und tun. Deswegen bin ich total neidisch auf all die tollen Karrieren, nahezu vor Neid zerfressen. Oder so.)

Naja, wir brauchen jetzt nen neuen Bundespräsidenten. Und da wollen die CDU/FDPler jetzt wohl die SPD imitieren und irgendwen dahin "abschieben", der/die ansonsten irgendwo stört oder es "verdient" hat oder was auch immer.

Finden die anderen in der Opposition nicht gut, würden sie nie machen, niemals. Das wäre ja noch schöner, solch ein wichtiges Amt einfach zu verschleudern. Würde die SPD nienich machen. Siehe Johannes Rau.

Und ich? Ich sitze hier, bin einfacher Beobachter, verabscheue alle Parteien aus unterschiedlichen Gründen und bin einfach nur gespannt wie das weiter geht.

Ursula von der Leyen ist im Gespräch. Diese Frau, die durch ihren Familienstammbaum, ihre Gebärfreudigkeit und ihre eklatante Nicht-Ahnung des Internets aufgefallen ist.

Diverse Facebook-Gruppen schießen aus dem Boden, so ähnlich wie bei Boateng. Ihr wißt schon dieser gemeine Fußballer, der den engelsgleichen Ballack aus der WM getreten hat. Von dem einige Leute nicht mal wußten, welchen Boateng sie meinten, und aus welchem Grund sie wirklich Mitglied der Gruppe wurden. Die rassistischen Sprüche zumindest taten mir in der Seele weh.

Was passiert nun? Die Menschen um mich herum lassen sich in diesen Gruppen einfangen, von denen ich nicht weiß, welche Motivation ihnen zu Grunde liegt? Ist es wirklich die Ablehnung ihrer gelebten Internet-Nichtahnung in Kombination mit zu viel Macht, mit "Zensursula" gut auf einen Nenner gebracht? Oder werden sie instrumentalisiert von der "anderen Seite", die gerade ernsthaft schon wieder die SED-Freundin Gesine Schwan ins Gespräch bringt?

Mal ehrlich Leute: Köhler hat naja, "den Köhler gemacht", aber das Amt des Bundespräsidenten wird bereits seit Jahren dauerhaft beschädigt, zumindest in meinen Augen.

Ja, ich bin polemisch. Und wie. Und warum? Weil ich es kann. Ich bin in keiner politischen Position, die mich dazu bringen könnte, alles irgendwie "in die Waage zu bringen", auf irgendwen Rücksicht nehmen zu müssen oder sonstwie mir den Mund verbieten zu lassen.
Und wer mich kennt, weiß, dass hinter diesem Gebrüll nur ein Aufschrei steckt, der Wunsch nach einer besseren Politik, nach besseren Leuten.

Mal ganz ehrlich: In meinem kurzen Ausflug in die Politik habe ich festgestellt, dass die meisten da nicht anders sprechen als ich gerade. Aber das bleibt natürlich unter Verschluß, gerät nicht an die Öffentlichkeit. Es könnte einem irgendwann mal zum Nachteil gereichen, wenn man im StuPa seiner Universität nicht die richtige Rolle gespielt hat. Wie mich das ankotzt.

Und nun?
Ich beobachte weiter. Und hoffe darauf, dass jemand mir das gute Gefühl zurück gibt.
Die Hoffnung stirbt zuletzt.

Freitag, Mai 28, 2010

Freitags-Füller

Ist zwar gerade ein wenig knapp mit der Zeit, aber dafür habe ich natürlich immer Zeit:



by BARBARA

1. Ohne eine warme Katze auf den Beinen kann ich nicht einschlafen.

2. Irgendwie wird es immer später.

3. Wenn man für eine Party ausreichend Bier kauft trinken plötzlich alle "Schlammbowle" .

4. Die Interaktion mit Menschen, seien es Freunde, Kollegen oder Kunden, ist ein großer Teil meines Lebens .

5. Ich freu mich so auf den Besuch von zwei indischen Mädels zur Kieler Woche.

6. Mein Kater pennt und das ist auch gut so.

7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf einen unanstrengenden Abend mit reichlich Home Office, morgen habe ich diverse Dinge geplant (Video auf dem Schusterfest drehen, Fördeflüsterer-Akademie durchziehen und dann Grand Prix gucken) und Sonntag möchte ich endlich mal die neue Festplatte und das neue Betriebssystem auf meinem Macbook installieren !

Dienstag, Mai 11, 2010

René Marik im Kieler Schloß - und ich war dabei!

Die Überschrift sagt es ja schon: Letzte Woche war René Marik im Kieler Schloss und ich dank meiner Tätigkeit beim Fördeflüsterer in der ersten Reihe dabei.

Wer also wissen will, wies war guckt doch bitte mal beim Fördeflüsterer vorbei: René Marik in Kiel - einfach klicken!

Für alle anderen nur mal ein kleines Video, über das sogar Alex lachen musste :)


Montag, Mai 10, 2010

... und ewig klingelt das Mobiltelefon

So langsam bekomme ich ja Routine darin, dass mir Menschen am Telefon etwas verkaufen wollen, und man kann sagen, dass es schon erheblich weniger geworden ist, seit dem ich am Telefon sehr deutlich sage, dass sie mich in Ruhe lassen sollen.

Doch immer mal wieder kommt so etwas wie heute mittag:
Während der Autofahrt klingelt mein Telefon. Ich als Beifahrer konnte rangehen, sah eine 0180-Nr. - könnte ja meine Krankenkasse sein, also drangegangen. Es kam: Nichts. Einige Sekunden später sagte eine automatische Stimme "Good Bye" und das Gespräch war weg.

Zu Hause direkt die Nummer 018051257818978 gegoogelt und dieses klasse Forum whocallsme gefunden. Während ich noch eifrig darin las, wie einige Leute wie ich reine "Good Bye"-Anrufe bekamen, andere jedoch "Tester" für das kleinste Handy der Welt werden sollten (gegen eine kleine Schutzgebühr von gerade mal 99 Euro?!) klingelte mein Telefon erneut.

Eine Dame war dran, nannte meinen Namen und fragte mich, ob ich das sei. Jepp. Dann gings gleich in die Vollen: Sie würde eine Handystudie durchführen, ob ich mich in diesem Bereich auskennen würde und wie da mein Interesse sei?

Okay, ich hätte die Gute ein wenig ausquetschen können, woher sie meine Nummer hat, was das alles soll und überhaupt und sowieso. Allerdings ist das Mädel selbst doch auch nur ein kleines Rädchen, und außerdem hatte ich sämtliche vorhandenen Aggressionen gestern abend schon nach der Wahl rausgelassen. Also habe ich sie lediglich darauf hingewiesen, dass ich bereits von dieser Nummer angerufen wurde, ich die Nummer gegoogelt habe und nach den gelesenen Erfahrungsberichten mit ihrer Firma nix zu tun haben will.
Sie war sehr freundlich und höflich, meinte "dann nehm ich ihren Datensatz mal raus" und wünschte mir noch einen schönen Tag. Ich bin mal gespannt, ob da trotzdem noch was kommt.

Also: Achtung bei 01805/1257818978

Sonntag, Mai 09, 2010

Küchenteufel lernt: Sushi und mehr ...

Eine liebe Freundin hat mich gestern zu einem Kochkurs des Kieler "Haus der Familie" geschleppt. "Sushi und mehr" hieß es im Kursprogramm, und ich war schon gespannt aufs Rollen von Makis, das Formen von Nigiri und das richtige Schneiden von Thunfisch in Sashimiqualität.

Eins vorweg: Da war ich im falschen Kurs, denn für solch elementare Dinge bietet das Haus der Familie Sushi-Anfängerkurse an. Aber was ich stattdessen geboten bekam, toppte das richtige Rollen von Reis um Längen! Natürlich kam ich wieder mal einige Minuten zu spät und hechelte den Teilnehmern, die gerade im Keller des Hauses fleißig Reis wuschen hinterher. Glücklicherweise war ich verabredet, und so musste ich mir wenigstens nicht noch eine Gruppe suchen, an die ich mich dranhängen könnte :)
Es wurde also gerade kräftig Reis in einem Sieb gewaschen bis das Wasser klar wurde als ich dazu kam und danach für eine Stunde in einen Topf mit Glasdecke gehängt.
Also dackelte ich der Gruppe hinterher zurück in den Gruppenraum und die witzige und nette Kursleiterin Nicola ließ uns die vorher verteilten Kursunterlagen schnappen. Sie erklärte uns, was sie an diesem Nachmittag für uns geplant hatte und gab uns einen ausführlichen Überblick in die Warenkunde (samt Probeexemplaren zum schnuppern oder probieren).

Okay, ich war ein wenig skeptisch: Reissushi mit Rapsblüten? Gurkensalat mit Algen? Pfannkuchen mit roter Bohnenpaste? Nigiris mit Thunfisch aus der Dose? Alle aus den 13 Teilnehmern gebildeten Grüppchen (in den meisten Fällen Wiederholungstäter, was Kurse in diesem Institut angeht) suchten sich einige Rezepte aus und ab gings zurück in die Küche.
In der einen Ecke wurde eine Fischbrühe vorbereitet, in der anderen Gemüse geschnitten, ständig hieß es: "Hat mal jemand die Sojasauce?" - "Wo sind die Shiitake-Pilze hin?" - "Wo find ich denn ... ah, ja!", es wurde viel gelacht, viel gequatscht, viel bei den anderen geguckt. Die Kursleiterin war immer präsent und hatte einfach das Gespür dafür, wo sie gerade am dringendsten gebraucht wurde. Auch mir als absolutem Neuling wurde alles geduldig erklärt, ohne verdrehte Augen o.ä.

Ich kämpfte derweil mit Gyoza, gedämpften Teigtäschchen mit Füllung. (Von denen ich im Eifer des Gefechtes natürlich kein Bild gemacht habe.) Eigentlich kämpfte ich nur damit, diese Teigplatten (wie WanTan) mitsamt der Füllung drin zu schließen und auch geschlossen zu lassen :) während meine Kochpartnerin fleißig einige Pilze putzte und verarbeitete, die ich noch nie vorher gesehen habe (Enokipilze). Einige Rezepte, für die sich keine hauptverantwortliche Gruppe gefunden hatte, wurden einfach in Teamarbeit erledigt, die einen hatten noch Reis, die andere Gruppe schnitt die Abura-Age klein und wieder jemand anderes sorgte für den Gemüseanteil. Toll! Dann kam natürlich das Beste: Gemeinsam essen!

Und wenn das nächste Kursprogramm rauskommt, werde ich mich flugs für den Sushi-Anfängerkurs anmelden :)





Die Bilder zeigen:
1. Rapsblüten-Sushi (mit Ei)
2. Reissalat mit Gemüse, Pilzen und kleingeschnittenem Omelette und Abura-Age
3. Reisbällchen mit Noriblatt und Kaviarfüllung bzw. Shiitake/Enoki-Pilzfüllung
4. Reis mit Thunfisch und Frühlingszwiebeln
5. (Fisch-)Suppe mit Buchweizennudeln und Pilzen/Shrimps in Tempurateig
6. Rettich mit Möhre und Essig
7. Gurke und Wakame in süßsaurer Sauce

Es fehlen gedämpfte Gyoza und Blütenblatt-Crepes (weil ichs einfach vergessen habe :))

Freitag, Mai 07, 2010

Und wieder ist es Freitag - Freitagsfüller!

Viel war ja nicht los hier die letzten Tage. Mein Stichwort war: Gallengries.

Aber was ich mir nicht nehmen lasse: Barbaras grandiosen "Freitagsfüller"!



Wie immer gilt: Das Fettgedruckte ist von mir!

1. Wo sind meine dicken Socken? Frag ich das wirklich im Mai? *heul*

2. Wenn das Wörtchen wenn nicht wäre, hätte ich trotzdem nichts anders gemacht.

3. Ich würde jetzt gerne die Sonne sehen .

4. Als ich ein Teenager war dachte ich, dass ich irgendwann mal ZDF-Korrespondentin in NY oder Bombay werden würde. Oder in die Sesamstrasse ziehe.

5. Meine Mutter sagte immer : Pfefferminztee hilft gegen alles. (Bauchweh, Liebeskummer, gebroche Knochen etc.)

6. Ich könnte ganz schlecht ohne Liebe sein.

7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf einen warmen Kater auf den Beinen beim "coucheln" (Begriff kommt von Nupsi80) , morgen habe ich noch rein gar nix geplant und Sonntag möchte ich meinen Eltern den besten Sauerbraten ever machen!

Freitag, April 23, 2010

Freitagsfüller!

Leider viel zu selten beteilige ich mich an Barbaras grandiosem "Freitagsfüller"!



Die Vorgaben kommen von ihr, das fettgedruckte von mir. Vielleicht ja auch was für euch? Dann einfach hier teilnehmen, jede Woche wieder.

1. 1992 war ich Tanzschulqueen, hatte eine tolle Zeit im Ferienlager und später in Indien.

2. Das erste iPad kauft man besser nicht.

3. Gestern abend habe ich zum Abendessen ganz liebe Menschen mit u.g. Orange Chicken bekocht.

4. Liebe Mama, ich möchte dass du weisst wie lieb ich Dich habe!

5. Über die erste Staffel von RTL Samstag Nacht (geschenkt von Aristokitten) konnte ich herzhaft lachen.

6. Der Sommer naht mit großen Schritten und ich sage "warum nicht".

7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf meine Videogruppe, morgen habe ich den Besuch einer Doppelgeburtstagsparty geplant und Sonntag möchte ich mit lieben Freunden im Goodies brunchen!

Donnerstag, April 22, 2010

Küchenteufel: Orange Chicken

Es begab sich im letzten Jahrtausend, dass ich einige Zeit in New York leben und arbeiten durfte. Da mein bevorzugtes FastFood (schnell mal was vom Bäcker holen) mangels Möglichkeit ausfiel, arbeitete ich mich durch die hiesige FastFood-Landschaft, und neben den Pizzastücken von sbarros waren es diese niedlichen kleinen Pappboxen mit himmlischem FastFood vom Chinesen. Besonderes Highlight war das "Orange Chicken", Hühnchenstücke im Teigmantel in einer süß-klebrigen Sauce *yummi* Zurück in Deutschland habe ich so einige chinesische Restaurantbetreiber wahnsinnig gemacht, aber nachdem ich oft genug Hühnchen mit separater saurer Orangensauce gereicht bekam, habe ich es aufgegeben.

Bis Las Vegas.
Auf der Suche nach leckerem Essen, dass auch einigermassen bezahlbar war, landeten wir in diversen FastFood-Piazzas, wo ich meist die sbarros-Filialen ansteuerte :) Im Venetian allerdings gab es auch einen "Panda Express" - und die hatten Orange Chicken im Angebot! Ich will nicht sagen, dass ich mich in LV überfressen habe, aber: Ich habe mich in Las Vegas überfressen :)

Jetzt in Zeiten des vollgestopften Internets war es auch kein Problem mehr, ein "copycat"-Rezept zu finden, und so war ich vor einigen Tagen damit beschäftigt, das US-Rezept zu übersetzen, die Maße umzurechnen (ne 1/4 Tasse Mehl?) und einfach mal loszukochen. Das Ergebnis war großartig und daher möchte ich euch Rezept und Bilder nicht vorenthalten!

Orange Chicken (wie beim Panda Express)

Zutaten:
  • 2 Pfund Hühnerbrustfilet, in mundgerechte Stücke geschnitten
  • 2 Eier
  • 1,5 TL Salz
  • weißer Pfeffer
  • 60 g Maisstärke (z.B. Maizena) + 1 EL später zum andicken der Sauce
  • 30 g Mehl
  • 1 EL kleingehackte Ingwerwurzel
  • 1 TL kleingehackter Knoblauch
  • 1/2 TL kleingehackte Chilischote (kann man weglassen)
  • 1-2 Frühlingszwiebeln (kleingehackt)
  • 1 TL Reiswein
  • ca. 50 ml Wasser
  • 1/2 TL Sesamöl
Für die Orangensauce:
  • 1,5 EL Sojasauce
  • 1,5 EL Wasser
  • 5 EL Zucker
  • 5 EL weißer Balsamicoessig
  • Zesten einer Bio-Orange

Zubereitung:

  1. Eier, Salz und Pfeffer aufschlagen
  2. Mehl und Stärkemehl mischen und mit der Eimasse vermengen
  3. Die mundgerechten Hähnchenfleischstücke in eine große Schüssel geben, die Eier-Mehl-Mischung darübergießen und vermengen

  4. In einem Wok Pflanzenöl erhitzen - wenn an einem Holzstäbchen Bläschen aufsteigen ist die perfekte Hitze erreicht
  5. Nach und nach teigummantelte Fleischstücke ins heiße Fett geben und ausbacken. Die ersten Stücke aufschneiden - das Huhn muss durch sein, zu lange gebacken macht es jedoch trocken! Auf einem mit Küchenkrepp belegten Teller abtropfen lassen, warm stellen (z.B. im Backofen bei 50°C).
  6. Die Orangensauce mit o.g. Zutaten zusammenrühren (ich nehme lieber einen Schuß Orangensaft), Ingwer, Knoblauch, Chili und Frühlingszwiebeln kleinhacken.
  7. In einer hohen Pfanne 1 TL Öl erhitzen und Ingwer und Knoblauch dazugeben, bis der Duft aus der Pfanne steigt (ca. 10-15 sec.)
  8. Chili und Frühlingszwiebeln zufügen, kurz umrühren.
  9. Reiswein zufügen und 3 sec. rühren.
  10. Orangensauce dazugeben und kurz kochen lassen.
  11. Hähnchenstücke dazugeben und ab jetzt fleißig rühren - alle Hähnchenstücke sollen mit Sauce bedeckt sein.
  12. In einer kleinen Schüssel 1 EL Maisstärke mit etwas Wasser vermischen und dazugeben. Erhitzen und weiter rühren, bis die Sauce andickt.
  13. Mit Basmati- oder Jasminreis anrichten.

Samstag, April 17, 2010

Einkaufen bei Walmart - Las Vegas

Wir waren ja während unseres Las Vegas-Aufenthaltes einige Tage motorisiert, und haben die Gelegenheit außer zum SightSeeing natürlich auch zum shoppen genutzt. Vor allem die beiden großen Outlet-Center haben unsere Kreditkarten glühen lassen - aber auch für Essen und Trinken haben wir eine Menge Geld ausgegeben. Ich als Supermarktfan musste die Gelegenheit nutzen, mal nicht nur in den kleinen ABC-Stores am Strip einzukaufen, sondern auch mal einen klassischen WalMart von innen zu sehen. Auf dem Weg zum RedRockCanyon kamen wir an einem "Neighbourhood" Walmart vorbei, also der kleineren Ausgabe. Vergleichbar ungefähr mit dem Kieler Plaza ...

Die Obst- & Gemüseabteilung war wider Erwarten sehr sehr gut sortiert, alles sah knackig und appetitlich aus, genauso die Backwarenabteilung. Große Mengen kannte ich bereits von meinem LA-Shoppingtrip, aber trotzdem war ich immer wieder erstaunt über diese Massen an Shrimps und Co., die einige Menschen tatsächlich am Stück zu kaufen scheinen.

Aber anstatt euch weiter mit Erkenntnissen aus dem Leben eines Supermarktjunkies zu langweilen, habe ich doch lieber ein paar Bilder für euch:




Ich sag mal: Wenn ich die Preise bei Dr. Peppers und der Eiscreme sehe, fang ich ganz leise an zu weinen, genauso wie bei der Auswahl im "Snyders of Hannover"-Regal. Wobei: Das schlimmste ist dennoch das "St.Pauli-Girl"-Bier mit dem Dirndl-Mädchen drauf ... ;)

Donnerstag, April 01, 2010

Unser Besuch in der Bergklause

Es gibt ja so Orte in der eigenen Stadt (oder auch im näheren Umfeld), die man immer schon mal besuchen wollte, die auch jeder Tourist kennt, aber irgendwie nie dazu kommt. Der Düsseldorfer Fernsehturm samt Restaurant gehört dazu, obwohl ich jahrelang dort gelebt habe. Das Atomium in Brüssel habe ich erst erklommen, als wir später eine Stippvisite mit Freunden gemacht haben, nicht zu meiner "Wohnzeit". Im nahegelegenen Hamburg wollte ich immer mal irgendwann "Cats" und das "Phantom der Oper" sehen - die im Übrigen lääängst weitergezogen sind.

In Kiel sind solche von mir noch nie besuchten Orte zum Beispiel der Rathausturm, der Botanische Garten oder aber die berühmt-berüchtigte "Bergklause" in Holtenau. Es werden sich wilde Geschichten über diese Eckkneipe mit Küche erzählt, über nicht schaffbare Portionen, eine rigorose Wirtin, eine gute Qualität der Speisen trotz geringem Preis und der Tatsache, dass alle, die ihr Fleisch nicht aufessen, danach für Karl-Heinz Böhms "Menschen für Menschen" spenden müssen.

Am letzten Sonntag war es dann soweit, wir fuhren zu viert nach Holtenau, erfreuten uns an der Tatsache, dass es abends um sieben noch hell war und betraten die "Bergklause", in der ich am Abend zuvor einen Tisch reserviert und gleich schon ein lustiges Gespräch geführt hatte. Die Bergklause sieht von innen so aus, wie man es von außen erwartet: Dunkle Holzmöbel, stoffbezogene Bänke, ein dominierender Tresen samt dazugehöriger Besetzung mit älteren Herren. Alles in allem: urig-gemütlich.

Als wir hereinkamen, wurden wir von einem älteren Herren begrüßt, der uns fragte, ob wir denn etwa essen wollten? Vom Essen werde man doch schließlich dick? Ich antwortete nur, dass von "werden" hier nicht mehr gesprochen werden könne und wir wurden von der weiblichen Bedienung an einen Tisch gebracht. die Speisekarte war übersichtlich, es gab diverse Kleinigkeiten, zwei "Kindergerichte", eine Seite mit Schnitzelgerichten und eine mit Steaks.

Die weibliche Bedienung kam an den Tisch, um die Bestellung aufzunehmen und plante rigoros um: Die Jungs wurden mehrfach gefragt, ob sie gute Esser seien, dem anderen Mädel wurde nahegelegt, statt dem normalen Schnitzel lieber den Kinderteller zu nehmen. Ich fragte nach der Menge des Rumpsteaks (ich bin gewohnt, dass da eine Grammzahl dahintersteht) und erhielt die Antwort: "Schaffbar". Meine Pommes wurden mir dahingehend gekürzt, dass ich sie mit der weiblichen Begleitung teilen sollte.

Nun gut: Die Bestellung war aufgegeben, wir hatten uns jede Menge zu erzählen, was jedoch regelmäßig unterbrochen wurde, um den Tellern mit den "Schnitzellappen" hinterherzuschauen, die an andere Tische gebracht wurden. Und hier kommt unsere Bestellung:





Erste Reihe: Kinderteller Schaschlikspieß und Kinderteller Schnitzel
Zweite Reihe: Rumpsteak mit Pilzen (reguläre Portion) und Schnitzel Holsteiner Art (reguläre Portion)
(draufklicken um mehr zu sehen, die Qualität liegt an dem Unvermögen der Handykamera, im dunklen besser zu knipsen)

Das Kinderschnitzel war vor allem viel Panade und viel Fleisch, und für die Bestellerin einfach nicht schaffbar. Der Rest wurde in Alu eingepackt und für den kommenden Tag als Mittagessen eingeplant.
Der Kinder-Schaschlikspieß war abwechselnd mit Zwiebeln aufgesteckt, zartes Fleisch und dann von Schaschliksauce ertränkt, deren Geschmack dominierte. Die Bratkartoffeln waren okay, aber keine Offenbarung. (Kommentar des Essers: "In der Alten Räucherei in Ellerbek schmecken sie besser.")
Zu meinem Rumpsteak, das unter einem großen Berg Champignons zu finden und reichlich mit grobem Pfeffer bestückt war, läßt sich vor allem sagen, dass man außerhalb eines Steakhauses kein Steak bestellen sollte. Obwohl in der Mitte rosa, war es an den Rändern doch äußerst zäh und am Ende auch noch sehnig, weswegen ich mich weigerte, für dieses "nicht aufgegessen" zu spenden. Die Kräuterbutter war lecker und reichlich (das ICH mal die Hälfte der Kräuterbutter übriglasse, wer hätte das gedacht?), die Pilze okay. Dazu einer "Garnitur" aus Gurkensalat, Selleriesalat und Bohnensalat, von denen ich nur die Gurken gegessen habe.
Der Einzige, der sich traute ein reguläres Schnitzel von der Karte zu bestellen erhielt eine Platte mit großem Schnitzel, Spiegeleiern, Bratkartoffeln und einem Berg Erbsen&Möhrchen aus der Dose - und hat alles aufgegessen!

Da alle vier Besucher mehr oder weniger aktive Twitterer sind, wurde natürlich auch die Followerschaft über dieses Ereignis in Wort und Bild informiert, und man merkte, dass am Sonntag abend nicht soo viel mehr los war :) So konnten wir gleich für "Kieler Hunger" herausfinden, dass es in der Bergklause leider keinen Mittagstisch gibt, und erfanden außerdem neue Wortschöpfungen. Alles in allem hatten wir einen sehr schönen Abend mit einer netten Bedienung und großen Portionen zu günstigen Preisen. Das Steak blieb leider weit hinter den Erwartungen zurück, meine Kleidung und ich rochen am nächsten Morgen stark nach Frittierfett und ich denke, dass wir es bei diesem einen Bergklausen-Besuch belassen werden.

Freitag, März 26, 2010

Taschen aus Verpackungen


Ich bin ein Taschenjunkie. Große Taschen, kleine Säcke, Umhängetaschen aus LKW-Plane oder winzige Täschchen aus Samt - all dieses Zeugs sammelt sich in diversen Kisten und Schrankecken und ich kann einfach nicht genug davon bekommen.

Vor zwei Wochen ergatterte ich bei famila eine coole Einkaufstasche von Ritter Sport (guckst Du links), und ich war sofort verliebt. Dabei erinnerte ich mich: Sowas hatte ich doch schon mal irgendwo gesehen?

Flugs ein wenig recherchiert und siehe da: Andere beschäftigen sich ebenfalls mit diesem Thema und haben wirklich tolle Ideen zu Taschen aus Verpackungsmaterial:

Jetzt fehlen mir nur noch so unwesentliche Dinge wie handwerkliches Geschick, Geduld und eine funktionsstarke Nähmaschine *lach* Aber wer weiß, vielleicht mach ich ja dieses Jahr mal einen Nähkurs.
(Um der Frage vorzubeugen: Nein, meine Mama kann auch nicht nähen und ich habe auch keine weiblichen Verwandten in der Nähe, die mir das beibringen könnten.)
Aber vielleicht findet sich ja unter meinen Lesern jemand, der/die Bock hätte, sowas gemeinsam zu machen?

Nachtrag: Im österreichischen Elternforum wird sich ausgiebig über dieses Thema unterhalten, sogar alte Chipstüten werden da verwurstet und es gibt Tipps & Tricks.

Donnerstag, März 25, 2010

Blogparade: Die zehn schlechtesten Filme, die ihr je gesehen habt


Heute bin ich in der Mittagspause mal wieder ein wenig "um den Blog gegangen" (danke an einen meiner Twitter-Follower für dieses Wortspiel!) und habe beim Beetfreeq eine von Gillys berühmten Blogparaden entdeckt. Und dann auch noch zum Thema Filme, selbstredend muss ich da dabei sein!


Schließlich nenne ich doch den einen oder anderen Film auf DVD (oder anderswo gespeichert) mein Eigen und auch wenn meine Kinorate inzwischen erheblich gesunken ist, war ich mal ein wöchentlicher Kinogänger und denke, dass ich zum Thema "Die zehn schlechtesten Filme, die ihr je gesehen habt" zumindest eine Meinung habe.

Eins vorweg: Viele Filme, die in dieser Blogparade in anderen Blogs auftauchen, haben mich schon von Titel und Beschreibung abgeschreckt, d.h. Filme wie "2012", "96 Stunden" oder "Feuer, Eis und Dosenbier" habe ich mir gar nicht erst angeschaut. Meine Top 10 waren trotzdem schwer aus der Masse an Ärgerlichkeiten auszusuchen, weil ich prinzipiell ein Fan von gut gemachtem Trash bin und daher manchem Film eine Chance gab, die im Nachhinein keine verdient gehabt hätten.

Also hier die Top 10 der Filme, bei denen ich mich so richtig geärgert habe, Eintrittsgeld ausgegeben zu haben:


Platz 10: Babel
Die Grundidee, sprich: Alles, was irgendwo passiert, hat Auswirkungen an einem völlig anderen Teil der Erde, war ja nicht schlecht.
Aber was ist daraus geworden: Man nehme einen kriegerischen Brennpunkt, zeige die Leute, die da leben ausschließlich als Bauern, dazu einen Satz Amerikaner, die grundsätzlich alles besser wissen und ihre Maßstäbe & Selbstgerechtigkeit anlegen (grandioser Idiot: Brad Pitt). Dazu die Geschichte eines gelangweilten japanischen Mädchens, deren Langeweile wir leider mitspüren dürfen. *gähn* Was für eine Zeitverschwendung.

Platz 9: Mars Attacks
Ja ja, ich weiß. Kultfilm, sehr beliebt, tolle Schauspieler rennen da rum blabla. Leider rennen sie auch nur da herum, sonst nix. Keine schauspielerische Leistung, keine richtige Story, für mich einfach nur nervig.

Platz 8: Traumschiff Surprise - Periode 1
Ich mochte den "Schuh des Manitu", genau wie ich Bully Herbig und Co. schätze. Und auch diese tuntige Enterprise-Besatzung in der Bullyparade hat für Lacher gesorgt. Aber ein ganzer Film darüber? Grausam. Die Geschichte passte auf ein halbes Din A 5-Blatt, Till Schweiger nervte mich mal wieder an, und es gab ganze zwei Lacher für mich in diesem Film: "Der Mars macht mobil", sowie eine Szene, in der irgendein Müll auf dem Boden lag, es den Befehl "wegtreten" gab und dann dieses Müllstück sonstwohin getreten wurde. Nicht lustig? Der Rest war schlimmer.

Platz 7: Catwoman
Was war das denn? Ich bin ein Comicfan und habe bei der Verfilmung dieser Geschichten eine sehr hohe Toleranzgrenze (ich besitze sogar Daredevil, Constantine und X-Men), aber das ging gar nicht. Miese Story, schlechte schauspielerische Leistung, dummes Kostüm. Wobei Catwoman hier als Stellvertreterin steht für weitere miese Comicverfilmungen wie Hulk, Ghost Rider oder Elektra. Eine weitere Comicverfilmung wird allerdings in dieser Auflistung noch erscheinen.

Platz 6: Der englische Patient
Ich war bei einer Freundin in LA zu Besuch und wir wollten ins Kino gehen. Ihre Au-Pair-Gastmutter legte uns diesen Film ans Herz, den heißen Oscar-Kandidaten. Ich will gar nicht lang meckern, der Film ist einfach strunzlangweilig. Ich glaube, das war das allererste Mal, dass ich mit meiner Begleitung eine Entscheidung treffen musste: Schlafen oder gehen?

Platz 5: Starship Troopers

Es gab einen Deal: Ich geh mit in ST, dafür sollte mein damaliger Freund mich 2 Tage später in Jack Nicholsons "Besser gehts nicht" begleiten. Ich saß also im Kino, freute mich auf ein leichtes Actionspektakel und war nur noch genervt. Nicht nur von den Typen hinter mir, die alles kommentierten, was sie sahen, sondern auch von dieser miesen Story (Nebensatz: "Vielleicht hätten wir sie nicht zuerst angreifen sollen") über die "Schönheit" der Darsteller - die Dame, die so ähnlich aussah wie Verona Feldbusch hatte nach einem Raumschiffunfall nur ein Pflaster über dem Auge, ja klar - bis hin zu den dummen Anspielungen wie z.B. dem "Doogie Howser"-Darsteller in dunklem Nazi-Ledermantel. Vom Regisseur angeblich als Stilmittel benutzt haben sich die Typen hinter mir nur gefreut: "Geil! Nazis!" Argh!

Platz 4: SAW
Ich hatte große Erwartungen. An der Litfaßsäule Ecke Westring/Eckernförder Str. in Kiel hing bereits seit Tagen das Plakat: "Nach SIEBEN kommt nicht acht, sondern SAW". Und ich muss sagen: Nach dem Film "Sieben" habe ich eine Nacht lang schlecht geschlafen. Also hinein und was ich sah, war so mies, dass ich noch auf dem Weg aus dem Kinosaal heraus anfing zu schimpfen wie ein Rohrspatz. Es ist nunmal eine klassische "Whodunnit"-Geschichte, und den Antagonisten hatte ich während des Films bereits ausgeschlossen. Und auch sonst war da nix mit subtilem Horror, sondern einfach nur "Schlag-drauf-bis-es-spritzt"-Handlung. Sehr ärgerlich.

Platz 3: Van Helsing
Vampirfilm! Geil! - So oder so ähnlich erging es mir, als ich von diesem Film las. Ich besuchte das Kino mit meiner allerliebsten Filmbegleiterin, einem Menschen, der genau weiß, wann im Film man reden und wann schweigen sollte und über die selben Dinge lacht. Nach wenigen Minuten Film standen uns bereits die Haare zu Berge, so mies war es, wir fühlten uns in Vampir-Trash der 40er Jahre versetzt. Ab dann entschieden wir mit wenigen Worten, diesen Film nur noch als Komödie zu sehen und haben uns prächtig amüsiert. Anschlußfehler, Logikfehler, brach liegende Handlungsstränge, miese schauspielerische Leistung, dumme Syncho. Wer zwei Stunden Lebenszeit sinnlos verschenken will: Bitte, Van Helsing!

Platz 2: Brüno
Eins vorweg: Ich habe Borat nicht gesehen. Und auch Ali G. kenn ich nur aus dem Madonna-Video und weil man halt immer wieder etwas darüber aufschnappt. Eine Freundin wollte aber nun unbedingt Brüno gucken, und wir ließen uns überreden mitzukommen. Kann ich irgendwas über diesen Film sagen, ohne auszuticken? Wahrscheinlich nicht. Also fasse ich es mit den Worten der Leute zusammen, die im Kino direkt hinter uns saßen: "Der Film war so schlecht, den saug ich mir nicht mal aus dem Netz".

Platz 1: The Spirit
Ich hatte es schon angekündigt: Es taucht noch eine Comicverfilmung in dieser Liste auf. Ob es wirklich der schlechteste Film ist, den ich je gesehen habe? Zumindest ist es der letzte schlecht Film, den ich gesehen habe, evtl. ist er mir deswegen so sehr im Gedächtnis haften geblieben. Wie weiter oben schon erwähnt, haben gerade Comic-Verfilmungen bei mir mit einer sehr hohen Toleranzschwelle zu rechnen, weil die Vorlage halt ein gezeichnetes Werk ist, in dem die Bilder meist wichtiger sind als Handlung oder gar tiefgründige Charaktere (Ausnahme: Batman). Aber dieses "Machwerk" zeichnet sich dadurch aus, dass ich am liebsten Gegenstände gegen die Leinwand oder den Projektor geworfen hätte, damit es endlich aufhört. Unsagbar grausam in der Handlung, Samuel L. Jackson in seiner miesesten Rolle. Der Showdown völlig für den Arsch. Wie gut, dass ich ihn im Billigkino gesehen habe, aber auch diese 1,50 Euro waren genauso verschwendet wie die Zeit, die wir dort ausgeharrt haben.

Wars das schon? Nicht ganz. Es gibt einen Film, auf den ich noch besonders hinweisen muss:

Platz 1a: James Bond - Ein Quantum Trost

Meine Mama ist glühender James Bond-Fan und ich habe von klein auf mitgeguckt. Dementsprechend verzeihe ich diesen Filmen eine ganze Menge, sehe sie nicht als bierernste Actionmovies, sondern immer als leicht trashig mit einem Augenzwinkern bei sehr sehr unrealistischen Darstellungen. Über Tim Dalton müssen wir nicht reden, auch der letzte Pierce war ein wenig schmerbäuchig. Daniel Craigs "Casino Royale" dagegen hat mir großartig gefallen. Besser als Jason Bourne, Action gepaart mit Eleganz und Bond-Charme. Und dann kam "Ein Quantum Trost".
Die Story hätte auch mit jeder anderen Filmfigur stattfinden können, bis auf wenige Elemente komplett Bond-untypisch. Die Schnitte sogar mir, die ich aus der MTV- und Videospiel-Generation stamme, viel zu hektisch, teilweise habe ich auf der Leinwand die Handlung gesucht. Apropos Handlung: Mangelware. Die zweite Hälfte des Filmes hätte man getrost wegschneiden können, wäre nicht wirklich aufgefallen. Was für ein Schrott.

Okay, wieder zurück zu Gilly und der Blogparade. Denn auch wenn man sowas vor allem aus Spaß an der Freud und ein wenig Selbstdarstellungshang macht, belohnt Gilly die Teilnehmer mit einem Gewinnspiel und damit mit der Verlosung von Amazon-Gutscheinen.
Zusätzlich soll man sich überlegen, welcher Film bei dieser Blogparade wohl am häufigsten genannt wird, und auch dieser Film wird verlost. Auch wenn ich ihn sicherlich nicht haben will, lege ich mich hier mal auf "Brüno" fest.

Wer noch Lust hat teilzunehmen: Ende der Blogparade ist am 19.4. (btw: Mein Geburtstag) <- wenn das mal kein Glück bringt!
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