Donnerstag, Dezember 28, 2006



Ich wünsche euch einen guten Rutsch ins Jahr 2007!

Neulich, in der Badewanne ...

... ist mir mal so aufgefallen, dass mein Shampoo ein wahres Vitamin-Feuerwerk ist.

Darf ich mal zitieren?

"Aktiv-Frucht-Konzentrat:
Fructose + Glucose
Vitamine B3 + B6
AHA-Fruchtwirkstoffe
Rekonstruierende Lipide".

Soso.
Im Klartext bedeutet das für mich, dass meine Haare derzeit mehr Vitamine aufnehmen als mein Körper. Vielleicht sollte ich morgen mal einen Obstsalat schnippeln.

Und ich denke an einen legendären Leserbrief in der Titanic in der Rubrik: Briefe an die Leser mit dem Namen "Pflegelipide, verpißt euch!".
Aber die Haare sind sauber.

Samstag, Dezember 23, 2006

Vorweihnachtliches Fernsehen

Mache gerade das, was wohl mindestens 75% aller Deutschen tun - Geschenke einpacken und nebenbei fernsehen. Da ich nahezu alles, was gerade läuft, schon kenne und nicht nochmal gucken muss, eben Weihnachtscomedy bei Pro7 und dann die weihnachtliche Chartshow bei RTL.

Randnotizen:

- Pocher entwickelt sich langsam. Hat sich getraut, übertuffig George Michaels Part in "Last christmas" zu übernehmen (gesungen mit Hoecker). Die Frisur könnte auch als Carpendale durchgehen.
- Die Schöneberger ist immer wieder das optische Highlight. Und der Gesang ist auch nicht übel. Auch wenn die denglisch sprechende Gayle Tufts die bessere Stimme hat ...
- Hat Hella von Sinnen abgenommen, oder hab ich diese coole Fernsehpionierin (Alles nichts oder?! hat meine Welt verändert!) einfach nur viel fetter im Gedächtnis?
- Dieter Nuhr sieht einfach immer gut aus.

Chartshow:
- Chris Norman singt Lennons "War is over" und seine Haut sieht glatter aus als in den 80ern zu "Midnight Lady". Woher hat der Mann das Geld zum liften lassen? Obwohl, so teuer soll das heute alles gar nicht mehr sein.
- Sarah Connor ("brüh im Lichte") hat sich auf ihrem Demotape mit einem klassischen Weihnachtslied beworben.
- Hijo de la luna gehört für mich zu Montserrat Caballé, und nicht zu dieser Holländerin aus Spanien. Ausserdem muss ich sofort ans Wiener Walzer tanzen denken. Aber nicht an Weihnachten.
- Sinatra war eine total coole Sau. Wie sagte sein Kumpel Dean Martin damals? "Ich bin solange nicht betrunken, wie ich auf dem Boden liegen kann, ohne umzufallen."
- Musstet ihr in der Grundschule auch eine deutsche Version von "Jingle Bells" singen? "Durch den Winterwald ..." Immer noch besser als die Coverversionen von Wolle Petry oder Andrea Jürgens ...
- Olli Geissen versucht seine Gäste mit selbstgebackenen Keksen zu beeindrucken. Schön blöd, die auf 260°G hochzuheizen. Kann mein Herd gar nicht.
- Irgendwie irritiert mich der Neureuther. Sieht aus wie ein Buchhalter, und tickt dann total aus, weil "Thank God, it´s christmas" von Queen einer seiner Lieblingssongs ist. Wenn es mit diesem Dialekt nicht so blöde klingen würde.
- Dieter Nuhr über Mariah Carey: "Das singende Silikon!"
- Bin ich eigentlich die Einzige, die bei "Do they know its christmas?" beinahe heulen muss? Aber großartig, wenn Rosi Mitterhuber ihrem Mann erklärt, dass das wohl mehrere Sänger sein müssen "das war gerade ne Frauenstimme". *rofl* Muss die KellyFamily jetzt den Song covern? *schauder* Waren die nicht mal mehr als nur vier?! Und dann komplett in Schottenröcken.
Da fand ich die Version all der Comedians vorhin auf Pro7 irgendwie charmanter.
- MCWinkel würde sich freuen: Barclay James Harvest sind live im Studio und singen ihre "Hymn". Mich erinnert das vor allem an winterliche Nachmittage mit der Schallplatte ja! Vinyl!) "Die neue Kuschelrock". *seufz*
- Eine Zuschauerin aus dem Publikum macht sich lächerlich, indem sie auf die Bühne stürzt, um eine Schneekugel mit dem Konterfei von "Jeanette Biedermann" zu ergattern. Okay ..
- "the power of love" ist eins der schönsten Lieder der Welt. Holly Johnson ist HIV positiv? Mutig, damit ins Fernsehen zu gehen.
- Melanie Thornton hat einen Tag vor ihrem tödlichen Flugzeugabsturz gesagt, dass man jeden Tag leben sollte, als sei es der letzte. Eine Vorahnung? Oder einfach normales amerikanisches daherschwätzen? So wie alle nach dem Club der toten Dichter "Carpe diem!" riefen. Oder diese "vom Tellerwäscher zum Millionär"-Sache.
Und es wird jedes Jahr wieder erzählt ...
- Warum wundert es mich nicht, dass "Last christmas" der Nr. 1 - Weihnachtssong der Deutschen ist?!
- Laith Al-Deen singt jetzt eine Reggae-Version von "Last christmas". Hör ich mir das zu Ende an, oder schafft meine Neugier, diese Qual abzuschalten?!
- Zapping zu so einer Tanzshow. Und was wird getanzt? Wiener Walzer zu "Hijo de la luna". Das ist mir jetzt ein klein wenig unheimlich .. Vor allem, weil sie es besser können als ich damals. Würde glatt wieder anfangen zu tanzen. Aber die Moderatorin der DANCE-Sendung geht ja mal gar nicht. Ausschnitt tief, Betonung der Worte falsch und daher unangenehm. Sollte einen eigenen Blogeintrag bekommen. Unhöflich ist sie auch noch.

So, nun endet mein TV-Abend, ich hoffe, ihr habt euch amüsiert, und nun ab zu euren Lieben - es ist bereits Heiligabend!

Immer noch Adventsmusik ...

Erinnert ihr euch daran, wie ich hier ein paar schöne Weihnachtslieder aufgezählt habe, auf die ich mich freue? Sonst einfach nochmal nachlesen ;-)

Auf jeden Fall weiß ich jetzt wieder, wie der Song hieß, in dem ein Mädel ihrem Kerl hinterhertrauert. Die Sängerin heißt Audrey Hannah und das Lied: "It´s december (And I´ll be missing you)". Davor und danach ist von der Dame nichts gekommen. Aber dieser Song läuft dafür bei uns immer noch reichlich ...

Leider habe ich immer noch nicht herausbekommen, welche Sängerin das "Have yourself a merry little christmas" singt, dass ich so gern höre. Versionen gibts davon ja reichlich, sogar von Doris Day. Ich habe es allerdings auch noch nicht wirklich ernsthaft betrieben. In 3 Tagen hört man diese Musik eh nicht mehr.
Dann ist alles wieder rum. Wie gut, dass ich mich dieses Jahr null gestresst habe.

Nachtrag: Könnte es von den Pretenders sein? Mal forschen ...

Freitag, Dezember 22, 2006

Fachgeschäfte und trotzdem schlecht behandelt ..

Ich kaufe gern in Fachgeschäften ein. Die Beratung ist meistens besser, die Auswahl größer - ich fühle mich da einfach gut behandelt. Nehme dafür auch in Kauf, mal etwas mehr zu bezahlen.

Es ist Weihnachts-Shopping-Woche. Dass man da ein wenig gestresst ist, kann ich auch verstehen.

Aber nun genug des Verständnisses, jetzt wird geschimpft:

Seit zahlreichen Jahren haben Papi und ich den selben Kalender. So ein richtig schicker aus Leder, mit jährlich nachzukaufenden Inlets. Nein, nicht so ein doofer Filofax. Sondern ein cooler Success-Planer, der besser aussieht, je abgewetzter er aussieht (also meiner Meinung nach ;-) ).

Die Inlets dafür gibts natürlich nicht überall, sondern nur in Fachgeschäften. Praktischerweise erhalten Studenten bei Vorlage ihres Ausweises in diesem Laden auf ihre Einkäufe 10%. Daher kaufe ich seit mindestens 5 Jahren jedes Jahr zwei Inlets für knapp 40 Euro in diesem Laden, und immer habe ich darauf die 10% Studi-Rabatt bekommen.

In diesem Jahr arbeite ich mich durch die Menschenmassen, die gern mal zu zwei in den engen Gängen stehen, um die neuen Inlets zu kaufen, für Papi den ganzen Karton mit der "1 Tag pro Seite" - Ausführung, für mich nur die "2 Seiten por Woche" - Nachfülltüte, da es die Box "mit allem" nicht gab. Brav zur Kasse getappert, lange angestanden, festgestellt, dass die Mitarbeiterinnen am Tresen sich in "NanuNana"-Art lieber miteinander als mit dem Kunden unterhalten.
Verkäuferin Nr. 1 schnappt sich Kalender-Inlets und Studiausweis, guckt komisch und fragt ihre Kollegin: "Gibts da auch Prozente drauf?" Die Kollegin verneint und will ohne weiter darüber zu reden abkassieren. Nicht mit mir, denke ich, und frage nach: "Hat sich da was geändert? Warum denn nicht mehr?". Die Damen hören auf, miteinander zu sprechen und gucken mich dumm an. Was erdreistet sich diese Kundin, sie anzusprechen?!
Ich hake nach: "Hat sich da was geändert? Schließlich komme ich seit 5 Jahren regelmäßig zum Ende des Jahres hier vorbei, kaufe immer dasselbe und erhalte darauf Prozente."

Spätestens nach diesem Einwand würde ich mich lieber bei einer dienstälteren Kollegin rückversichern, oder zumindest auf diesen Einwand eingehen. Schließlich war ich die einzige Kundin an der Kasse, sie waren also nicht zu dritt dort an zwei Kassen vonnöten. Aber weitgefehlt - die junge Dame weist mich darauf hin, dass ja der Preis an der Ware wäre und man daher eh nichts reduzieren könnte, und dass diese Kalender unter Buchprodukte fallen würden.

Fühlte mich nicht gerade als ernstgenommene Kundin und bin auch nach "einmal drüber schlafen" immer noch verärgert darüber, wie sich die Angestellten von Hugo Hamann mir gegenüber verhalten haben. Werde "mein" Success-Inlet in den nächsten Tagen wieder zurückgeben und mir stattdessen im Januar ein heruntergesetztes Moleskin kaufen. Und das bei amazon oder in der Bahnhofsbuchhandlung.

Dienstag, Dezember 19, 2006

Horror Bahnticket

Weihnachten/Silvester/Neujahr ist bei uns zur Zeit noch ein wenig problematisch.
Heiligabend wird bei den Eltern gefeiert, ganz klar. Er bei seinen, ich bei meinen. Am 2. Weihnachtstag fahr ich nach Frankfurt, am 29. fahren wir dann zusammen nach Brüssel und am 30. wieder nach Kiel. Soweit die Theorie.

Alle Fahrten sind auch schon geplant, aber wie komme ich am 26. nach FFM?
Klar, mit der Bahn. Kostenpunkt (mit Bahncard 25): 77,25 Eur.
Sprit habe ich letztes Mal 60 Eur verbraucht, aber ich will ja nicht wieder zurück und das Wetter ist auch nicht so, dass ich unbedingt Auto fahren muss. One way ticket also.

Nun kommt der Irrsinn: Wenn ich mir irgendeine in der Zukunft liegende Rückfahrt aussuche, kostet mich das ganze Ticket 77,20 Eur.
5 ct. weniger für die doppelte Leistung.

Steh ich im Wald?

Natürlich habe ich dann die berühmte "Zugbindung", d.h. ich kann die Rückfahrt auch nicht verschieben. Und ich freu mich ja für all die Leute, die damit ein mega Schnäppchen machen.
Positive Denkweise wäre ja, dass ich nicht denke, dass mein Ticket so teuer ist, sondern dass das andere Ticket so schön günstig ist.
Aber zickig bin ich trotzdem. Basta.

Mitfahrzentrale? Versucht. Und da war tatsächlich ein Angebot, Kiel-FFM, am Nachmittag. Perfekt. Angefragt. Aber was bekomme ich zu hören - das Angebot wurde zurückgezogen, der Fahrer hat doch keine Urlaubssperre und darf zu Hause bleiben. Glückspilz.
Aber ärgerlich für mich.
Hab jetzt erstmal ein Gesuch aufgegeben, vielleicht findet sich ja einer.
Und sicherheitshalber schon mal nur den Platz im Zug reserviert. Und hab jetzt schon nur einen Platz im Bordrestaurant bekommen.
Darf ich da überhaupt meine eigene Chipstüte öffnen?!

Montag, Dezember 18, 2006

Bald wars das mit der "Fernbeziehung"!

Und ihr müsst mich nicht bemitleiden, im Gegenteil. Nachdem Alex´Arbeitgeber der Meinung, war, auf seine wertvolle Arbeit demnächst verzichten zu können, können wir auch auf diese nervige Pendelei zwischen Frankfurt und Kiel gern verzichten.
Für mich eine gute Gelegenheit, mal wieder ein wenig auszumüllen, für ihn, sich mal wieder ernsthafter in Kiel/Hamburg/Norddeutschland auf Jobsuche zu begeben. Und wir müssen die "Pärchenaktivitäten" auch nicht mehr nur aufs Wochenende beschränken.

Kein Grund, in unermeßlichen Jubel auszubrechen, weil da doch der Kündigungsstachel sitzt, aber eigentlich bekommt man das Leuchten schon kaum aus meinen Augen raus, ich gebe es ja zu ;-)

Sonntag, Dezember 17, 2006

Party-Nachbetrachtung

Alex ist am 30.11. 30 geworden. Somit musste er als Begründung herhalten, damit ich wieder einmal zahlreiche nette Menschen in meine kleine Wohnung stopfen kann. Ich rief - sie kamen. Lobend erwähnt werden sollte dabei vor allem Dieter, der als erster Gast um halb neun erschien, und als letzter Gast nach fünf die Tür hinter sich schloß. Und das ganze als alkoholfreie Getränke zu sich nehmender Autofahrer ....

Hier ein wenig "Nachlese":

  • Wenn auf einer Orangina-Liter-Flasche in drei Sprachen die Aufforderung "Shake it!" steht - nicht drauf reinfallen! Es ist zwar die leckerste Limo ever, aber trotzdem ist sie kohlensäurehaltig! Dank mir sind Svens Orangina-Flecken aber von den roten Bowle-Flecken übertüncht worden. Und bei der nächsten Party gibts wieder die kleinen bauchigen Orangina-Flaschen. Dann kann ich auch mal wieder die roten holen.
  • Es war klug von mir, den alten, mit den auf zahlreichen Partys mit ebenso zahlreichen Flecken versehenen IKEA-Fundgrubenteppich noch nicht gegen etwas neues auszutauschen
  • Röcke mit Falten können Becher mit "Schlimme-Augen-Bowle" vom Tisch auf o.g. Teppich fegen
  • Wer den Schaden hat, spottet jeder Beschreibung. Der rote Fleck auf meinem Teppich ist endlich mal von mir selbst produziert worden.
  • Menschen, die gerade in Russland waren, haben ebenso eine Gehirnwäsche hinter sich wie diejenigen, die jüngst in Großbritannien weilten. Die einen propagieren plötzlich die Vorteile eines real existierenden Sozialismus, die anderen haben merkwürdigerweise auf einmal eine starke Vorliebe für Kartoffelprodukte mit Essig&Öl-Würzung *schauder*
  • Raucher sind unglaublich fremdbestimmt. Während man auf Nachfrage die Entscheidung abwägt, ob man den paar Rauchern das schmöken in der Küche erlaubt oder sie doch vor die Tür jagt, stehen eben diese bereits in der Küche und benutzen ein Trinkglas als Aschenbecher (warum habe ich wohl keine herumstehen?!). Lange nicht so geschockt wütend gewesen.
  • Wenn man bei der letzten Party zu wenig Bier hatte und dementsprechend vorsorgt, müssen beim nächsten Mal garantiert reichlich Leute a) Autofahren oder sind b) erkältet und nehmen Getränke. Wie gut, dass ich Alex nötigte, nur UNSERE Lieblingsbiersorten zu kaufen (je eine Kiste Becks Gold & Green Lemon für mich, Flensburger Pils, Dunkel und Hefe für ihn und in Gedenken an gute Zeiten natürlich noch Holsten!)
  • Es bleibt immer 1 Pizzabrötchen übrig. Egal, ob ich 40 oder 60 oder vielleicht irgendwann mal 100 backe.
  • Ja, mein Bad hat jetzt Licht. Auch schon seit April. Und es ist unlustig, ca. 35 Mal darauf hingewiesen zu werden: "Du hast ja Licht im Bad!"
  • Wer zu meinen Partys eingeladen wird und vorher zu Hause etwas isst, ist selbst schuld.
  • Wer indische Süßigkeiten und Knabbereien ausprobiert, ohne mich vorherum Rat zu fragen, ist ebenfalls selbst schuld. Für Folgeprobleme übernehme ich keine Verantwortung.
  • Mein Kung-Fu-Hamster hat jetzt nur noch low Battery, vielen Dank. "Kung-Fu Fighting" klang nie nach großer Musik, aber dieses leiern ist schlimmer als Zahnschmerzen.
  • Apropos Zahnschmerzen: Wer wissen will, wie es Falko ergangen ist - er hatte dann ein paar Tage später noch ne Wurzelbehandlung. Kam also doch nicht nur von der Erkältung.
  • Ich freue mich sehr, dass wir uns anscheinend alle mit der Filzstift-Maus mit dem abnehmbaren Kopf die Finger gründlich angemalt haben. Das heißt nicht, dass man mich immer wieder fragen darf, ob man sie haben könne. Warum steht sie wohl mit anderen lustigen Sachen im Bücherregal?
  • Warum sitzen manche Leute lieber auf dem Fußboden oder auf einer Bierkiste mit Kissen, obwohl das gemütliche neue IKEA-Sofa frei ist?
  • Wenn die Fleischpflanzerl alle gleich fabrikartig aus einer Form gestanzt aussehen, dann sind sie wohl das einzige Produkt auf dem Buffet, das ich nicht selbst gemacht habe. Fragt mich nicht dauernd danach!
  • Nein, meine NY & Indienphotos sind nicht gekauft, sondern selbstgemacht. Großformatige Ausdrucke sind bei Kloppenburg und Co. schon seit Jahrzehnten (!) günstig erhältlich.
  • Wenn ein Hunkemöllerprospekt samt -tüte in der Wohnung liegt, kaufe ich da wohl auch ein.
  • Wenig geöffnete Bierflaschen haben den Vorteil, dass der mal wieder zu früh eingeschlafene Alex weniger mit Kronkorken beworfen werden kann. Es hat alles sein Gutes.
  • Radio NORA kann man die ganze Nacht hören.
  • Es ist blöd, wenn man den Gästen vorher volmundig ein Schauspiel vor dem Fenster ankündigt - die Stadt Kiel wollte in der Nacht die Strasse abfräsen und anschließend gleich teeren lassen - und stattdessen gar nix passiert. Ausser dem Ärger der Gäste, die aufgrund der aufgestellten Halteverbotschilder keinen Parkplatz finden.
  • Leute, die auf dem Land leben, können stundenlang aus dem Fenster einer Wohnung an einer belebten Kieler Strasse starren.
  • Wenn man einem mit einem Trikot bekleideten Stoff-Elch die Hose herunterzieht, ist das nicht obszön. Weil Stofftiere normalerweise gar nix anhaben. Deswegen ja das Fell. So wie Goleo, das war auch nur ein Stofftier mit Hemd, nicht irgendwas, dem die Hose fehlt.
  • Einladungen im Hausflur, ausgesprochen ggü. den anderen Bewohnern werden nie angenommen. Mach ich auch nicht. Schreibe es aber immer wieder drauf. Warum eigentlich? Ich bin ein Lemming.
  • Nein, ich habe keinen Fahrstuhl im Haus, und nein, auch das regelmäßige klettern in den dritten Stock hat mich nicht besonders fit gemacht. Und der monatliche Mitgliedsbeitrag im Gym schmälert auch nur das Konto, nicht die Taille.
  • Wenn man schon absagt, sollte man sich vergewissern, dass die Mobilnummer noch stimmt, bzw. von dieser Person noch genutzt wird. Eltern amüsieren sich großartig, wenn eine "Mucki" für den Abend absagt und fühlen dem Sohnemann gern auf den Zahn. "Das ist Danielas ehem. Mitbewohnerin, das ist ganz harmlos!" klingt für Nichteingeweihte unglaubwürdig ;-)
  • Partys mit Bierflaschen, Trinkpäckchen, Papptellern und Plastikgeschirr sind himmlisch. Müllsack auf und die Wohnung ist fast wiederhergestellt. Man sollte aber gucken, ob in der gelben Tonne noch ausreichend Platz ist.
  • Ich liebe Partys. Ich liebe es, Gäste zu haben. Wann kommt ihr wieder alle zu mir/zu uns?

Freitag, Dezember 08, 2006

Nacht-Gedanken I

Haben Menschen, die ihre Fenster mit bunten Lichterketten umranden und diese die ganze Nacht brennen lassen

a) dicke Vorhänge
b) einen Hamster im Laufrad, der sich des Nachtens um die Stromversorgung kümmert
c) kein Geld, um es für Drogen auszugeben, und sorgen auf diese Weise dafür, dass sie jederzeit "Regenbogenfarben" sehen ?!

Ah - ich sehe ein Haargummi auf der Fensterbank!
*Beitrag abbrech, um es einzufangen*

Weisheiten eines fieberumnebelten Geistes ...

Dinge, die ich schon ewig mit mir herumschleppe, endlich mal gebündelt:

- Holzdielen knarren nachts lauter. Ganz klar. Aber warum? Ich vermute einen Luat des Ärgers, weil ich sie geweckt habe. Wenn Holz "arbeitet", dann kann es auch schlafen. Und ist knatschig, wenn man es weckt. Keine Frage.

- Papiertaschentuchplastikverpackungen mögen nicht komplett ihres Inhaltes beraubt werden und verstecken sich, sobald man 2-3 Tücher herausgezogen hat. Oder gibt es eine andere Begründung, warum ich ständig wieder an das von Mami mitgegebene Tempo-Jumbo-Paket dran muss, wenn meine Nase läuft? Und beim nächsten Aufräumen habe ich wieder einen Stapel, ach, einen Berg angefangener Papiertaschentuchverpackungen hier liegen. Die dann irgendwann trotz Klebefolienverschluß oben am Beginn bräunlich abgewetzt sind und in den Müll geworfen werden. Wo Plastikverpackung und Taschentuch dann zusammmenbleiben bis in den (Müllverbrennungsanlagen-)Tod.

- Haargummis wollen nicht ausleiern. Was passiert, wenn sie zu oft benutzt werden. Also verstecken sie sich. In dem Fall kann die Plastikumhüllung des 10er Packs nix machen, sie wird gnadenlos geschröpft und dann weggeworfen. Und dann tauchen die Mistdinger in jeder Hand-, Sport- & Jackentasche wieder auf und man weiß nicht, wohin damit.

- Beinahe zu Ende gegessene Brote und Kekse haben auch eine gewisse Todessehnsucht. Oder den Wunsch, mit dem Rest gemeinsam in die Magensäure zu gehen. Anders kann ich mir nicht erklären, dass mich regelmäßig eine gewisse Unruhe erfasst, wenn ich tief drin weiß, dass ich irgendwo in der Wohnung noch ein nicht ganz aufgegessenes Brot / Keks etc. liegen habe. Was dann auch so ist. Zumeist wirklich nur noch der allerletzte Haps. Aber der muss wohl unbedingt mit. Ob Brote eine Art von "Silberschnur" haben, die sie zusammenhält?! Zumindest ist erst Ruhe, wenn der letzte Haps gegessen ist.

Donnerstag, Dezember 07, 2006

Andere Blogs ... I

Ich muss euch unbedingt zu diesem Dialog beim Shopblogger hinleiten.

Brüller! :-)
- Blogroll überarbeitet
- Uhr gestellt (extra für Malte!)
- Kühlschrank von abgelaufenen Lebensmitteln befreit
- Kleiderberge auf die bis dahin kleidungsfreien Bügel im leeren Schrank gehängt

... was tut man nicht alles, wenn man nicht schlafen kann :-(

Mittwoch, Dezember 06, 2006

Ich will die DVD "Deutschland - Ein Sommermärchen" !!!

Wie schön, wenn man die Spiele sieht und sich daran erinnert, wie, wo und vor allem mit WEM man die Spiele "erlebt" hat.

Hab euch lieb.

Dienstag, Dezember 05, 2006

Küchenteufel ist im Weihnachts-Back-Wahn!

Ich mag das Internet. Vor allem Communitys. Wo sonst kann man so schön klugscheißen - ausser im eigenen Blog? Dol und das Forum von Chefkoch.de sind neben einigen privaten Foren mein Fav.

Noch schöner wirds natürlich, wenn man VL-Hobby mit RL-Hobby verbinden kann, und das passiert gerade durch das "Kekswichteln" bei Chefkoch.de. Knapp gesagt: Man gibt seine Adresse vertrauensvoll an X, die sie an A weitergibt. Man selbst bekommt die Adresse von B. Und dann werden Kekse gebacken. A schickt einem ein buntes Paket mit Keksen, Rezepten und allerlei kleinen Geschenken, dafür schickt man B ebenfalls solch ein mit Liebe gestaltetes Paket.
Meins ist schon da und ich in wahrlich überwältigt. War durch eine Erkältung schachmatt gesetzt und habe in den letzten zwei Tagen gebacken wie eine Geisteskranke ;-)

Will jemand wissen, was?

Caramellini
Erfrischende Limetten-Kokosnuss-Trüffel
Macadamia-Kekse
Vanilleschneebälle
Schokozwerge

Ausserdem noch Schokoausstechkekse aus kleinen Elchen, und Zimtbrocken und Weihnachtsbällchen von Löffelkekse.de

Wie das bei mir duftet! Das rieche ich sogar durch die verschleimte Nase. Und ich weiß wieder mal nicht, was besser schmeckt - die fertigen Plätzchen oder schon der Teig ... den ich natürlich niiiiieee naschen würde ;-)

Montag, Dezember 04, 2006

William Shatner ...

William Shatner ...

William Shatner ...

nein, er ist nicht dabei. Wir sind sicher!

Dies ein denkwürdiges Zitat aus einem meiner Lieblingsfilme, MST3000.

Und das war bei mir auch Programm: William Shatner hat mich immer schon extrem angenervt. Da ich mit Picard als dem einzig wahren Captain der Enterprise aufgewachsen bin, hat die Schwärmerei meiner Mutter für Captain Kirk immer nur mein Kopfschütteln geerntet. Der Kerl hält sich doch nicht an die erste Direktive! Poppt mit allem, was halbwegs kompatibel ist! Und wenn er sich eine Folge lang mal nicht prügeln darf, ist er schlecht gelaunt. Kein Earl Grey trinkender Feingeist eben.
Ausserdem ist er eigentlich sowieso der fette, gestresste T.J.Hooker.

Dementsprechend skeptisch war ich, als mein Lieblingssender VOX die Serie "Boston Legal" ankündigte - mit Plakaten des immer noch fetten W.S.
James Spader, ja, das ist was anderes. "Sex, Lügen und Videos" lockt immer wieder.
Also doch mal angucken - und ich war begeistert. "Denny Crane!"
Diese Aussage, dazu der leicht entrückte "mir doch egal, was ihr von mir denkt" - Gesichtsausdruck, und Aussagen, denen mit Logik einfach nicht beizukommen ist ..

Die Serie Boston Legal gefällt mir rundherum - auch wenn ich eine der dunkelhaarigen Damen für überflüssig erachte, das ist irgendwie doppelt besetzt - und William Shatner hat einen großen Anteil daran, dass ich mich sehr amüsiere. Guter Einkauf, VOX!

Und jetzt hätte ich gern eins von diesen coolen Plakaten, die an der Uni hingen .... ;-)

Wochenendfazit

Viel gearbeitet, Hunkemöller leergekauft, schöne Party gehabt und jetzt krank *schnief*

Samstag, Dezember 02, 2006

Ich bin Thea-Fan!

Ich habe ja schon in diesem Beitrag sehr heftig nickend Thea Dorn zugestimmt. Vor allem deswegen, weil ich mich bei der Eva-Debatte sicherheitshalber zurückgehalten hatte - warum sollte ich der Frau helfen, NOCH MEHR Bücher zu verkaufen?

Beim zappen habe ich leider nur noch das Ende einer in der Nacht geparkten Diskussionsrunde mit genau diesen beiden Damen sehen dürfen. Kann mich also nur für die letzten Minuten diesem Spiegel-Artikel anschließen. Und hoffen, das ich es schaffe, Thea Dorn mal in die Leselounge in Kiel einzuladen.

Mittwoch, November 29, 2006

Geburtstagsfeierei mit Rauch und Qualm

Alex wird 30. Am 30ten. Also morgen.

Und genau wie bei meinem Geburtstag plane ich, eine halbe Woche mit ihm durchzufeiern. Sprich: gemeinsam reinfeiern, gemeinsam den Tag feiern, den Freitag mit Eltern essen und Samstag mit allen Freunden eine große Party zelebrieren. Also unvergesslich.

Beginnt heute abend mit gemeinsamem Essen - Saltimbocca von Jacobsmuscheln. Lecker. Aber wenn ich das schon alles selbst mache, dann wird das Dessert gekauft. Creme Brulee schnell noch ab in den Backofen, um den Zucker karamellisieren zu lassen, und im Schlafzimmer schnell noch das letzte Geschenk einpacken. Und sitzen und nachdenken. Ins Wohnzimmer zurückkommen und den Schatz im Qualm sitzen sehen.
"Ist was?" - "Ähm ... dir ist nicht aufgefallen, dass es auch der Küche qualmt?" - "Jetzt wo dus sagst ...."

ARGH! Warum habe ich wohl eine Eieruhr? Vor allem, damit meine Nudeln nicht auf die vierfache Größe aufkochen oder Eier irgendwann komplett ohne Wasser sind, aber die Uhr-Kuh schwieg. Der Zeitraum (3 min.) war ihr einfach zu kurz und nun muss ich eine schwarze ehemalige Zuckerschicht zerstossen, um an die zugegebenermaßen sehr leckere Creme zu kommen.

Kann ja nur noch besser werden. Und der sehr leckere Hauptgang (wenngleich mich frischer Salbei doch immer ein wenig an ein Erkältungsbad erinnert) tröstet über einiges hinweg.
Und gleich kommt ja noch das Geschenke auspacken!!

Donnerstag, November 23, 2006

Dienstag, November 21, 2006

Chaoslady pur

Ich ersticke in Kram, keine Frage.
Doch immer wieder alle paar Wochen arbeite ich meine Zettelberge durch und werfe Unmengen weg. Oder baue neue Zettelberge, thematisch natürlich.
Was sich aber nach ca. 1 Woche wieder gegessen hat, weil ich andere darauf schichte. Und die dann umzufallen drohen. Ein guter Grund, aufzuräumen.

Ein anderer Grund, warum ich Zettelberge durchsehe ist, weil ich etwas suche. Denn die Dinge, die ich aufhebe, haben ja auch eine Daseinsberechtigung, sie wollen weiterverwendet bzw. abgearbeitet werden.
Besonders wichtige Dinge lagere ich an besonderen Stellen, damit sie auf dem Schreibtisch nicht untergehen. Und da geht das Problem los: Ich habe vor einigen Wochen bei Ebay eine Art "Rabattmarke" für ein Museum ersteigert (2 für 1). Die Verkäuferin schickte mir diesen 2xstreichholzgroßen Schnipsel zusammen mit einem briefumschlaggroßen Werbezettelchen. Da ich nicht wollte, dass der Schnipsel aus Versehen untergemüllt oer weggeworfen wird, habe ich ihn von dem Werbezettel getrennt aufbewahrt.
Ihr seht das Problem nahen? Und ihr werdet nicht enttäuscht: Der achtlos auf dem Schreibtisch herumliegende Werbezettel ist noch da, der Schnipsel ist leider sicher verwahrt - irgendwo. Leider habe ich vergessen, wo genau. Sehr sicher, muss ich schon sagen.
Schreibtischschubladen, Kinokartendose, Visitenkartenbox (in der auch alles andere drin ist), Portemonnaie, Terminkalender - bereits alles gefilzt. Nun hoffe ich mal, dass ich in den kommenden Tagen noch irgendetwas anderes ganz dringend suchen werde, denn das Gesetz des Messis besagt, dass du immer das findest, was du an einem anderen Tag gesucht hast ....

Montag, November 20, 2006

Warten auf Adventsmusik ...

Ich weiß, ich weiß - das Wetter ist doof, wir wollen alle den Sommer wiederhaben. Und was für ein Sommer das war!

Aber ich mache da nicht mit. Ich genieße. Es kommen einfach soooo viele Dinge, über die ich mich freuen kann.
Am 27. geht der Weihnachtsmarkt los. Schön abends im Kalten Warmes trinken.
Kinderpunsch mit nem Schuß Amaretto. Darüber geht nix! (Außer Sommer, jajaja).

Und die Musik. Lieder, die man nur zur Adventszeit hören kann. Dann aber reichlich. Immer wieder "Drivin´ home for christmas" von Chris Rea. Da ich sowieso 90% der Zeit Radiomusik nur im Auto hören, passt es auch immer. Eine kleine Träne verdrücken bei "Wonderful dreams" von Melanie Thornton. Oder auch bei "Do they know its christmas". Direkt danach "Rudolph the red nose reindeer" abfeiern!

Eine getragene weibliche Stimme singt "Have yourself a merry little christmas" und mir läuft es wohlig schauernd den Rücken herunter. Annie Lennox haucht "Winter Wonderland". Genau das richtige ist dann Eartha Kitts augenzwinkerndes "Santa Baby".
Und wer von euch hat noch nie mit Paul McCartney "Simply having a wonderful christmas time" geswingt?! Auch Cliff Richard wird wieder ins Ohr gebracht, singt von "Mistltoe and Wine". Ist es Mariah Carey, die ihrem Kerl ganz deutlich macht: "All I want for christmas is - you!"?
Aber wie heißt der Song, in dem ein Mädel davon singt, dass sie letztes Jahr noch ihren Kerl hatte? Sehr niedlich, aber anscheinend nicht im Gedächtnis haften geblieben. Nein, es ist nicht, was ihr denkt. Ich sage extra: Ein Mädchen! Also nicht George Michael ..

Denn "Last christmas" läuft völlig ausser Konkurrenz. Das ganze Jahr sperre ich mich und lästere darüber, aber wenn R.SH es das erste Mal laufen lässt, bin ich hoffentlich im dunkeln im Auto und drehe ganz, ganz laut auf ...

Und ihr?

Sonntag, November 19, 2006

Ist ja schön, dass Detlef "D!" Soost die neuen "Popstars" im Tanzen coacht. Das bekommen die ja auch ganz hübsch hin.
Singen nicht so, aber das ist ja nicht sooo wichtig. Denn D! hat uns ja vor Jahren mal gesagt, dass Tanzen mindestens! 50% des Jobs sind. Stimmt. Wen interessiert schon Gesang.

Also, tanzen lernen sie. Geht auch schon ganz gut. Allerdings: Einfach mal in einer Reihe stehen, das funktioniert rein gar nicht. Gucke gerade "Schlag den Raab" (die gute alte Samstag abend Show ist wieder da!) und beobachte einen Hühnerhaufen auf der Bühne. Schlimmer gehts nimmer. Und da die Mädels mal wieder alle gleich aussehen, wirds nix mit der No Angels-Kopie. Die hat man zwar in die dümmsten Klamotten gesteckt und mit Make-up und schreiend komischen Frisuren verunstaltet, aber deswegen waren sie trotzdem noch sympathisch, individuell und irgendwie süß. Können die nicht einfach wiederkommen und mit D! in einem Camp leben? Da hätten wir wenigstens was zu lachen.

Samstag, November 18, 2006

Schokolade

Ich mag Schokolade. Vielleicht nicht so sehr wie Chips. Aber Schokolade ist schon toll. Böse Zungen mutmaßten damals, ich würde mir meinen in Belgien lebenden Freund nur deswegen warmhalten, weil in Brüssel die besten Pralinen der Welt kreiert werden.

Nun, sagen wir mal, das war ein angenehmer Nebeneffekt. Und die Tatsache, dass wir ihm dringend einen Job in Kiel suchen, sollte meine Liebe schon deutlich zeigen.
Seine Eltern leben ja immer noch dort ;-) und wenn ich seine Schokotafel-Einkäufe sehe, sind meine eher "Kindermenge".

Aber auch in Deutschland wird leckere Schokolade hergestellt, eine der variationsreichesten Marken ist die Ritter Sport. Kakaocreme? Keks? Marzipan? Knusperflakes? Oder doch lieber Nougat? Und dann gleich die neue Große? Ach, wir nehmen sie einfach alle! So geschehen bei CITTI letztes Wochenende. Ich such mir ne Tafel Marzipan aus, Alex legt nochmal 3 Marzipan und eine Knusperflakes obendrauf. Nervennahrung für die 600 km zurück nach FFM (in 4 h, siehe sein Blog!).

Nun sass ich am Sonntag abend allein am Rechner, düste über zahlreiche Blogs und schnatterte mich durch noch zahlreichere Foren, als mich die Einsamkeit packte, und es mich nach der Ersatzbefriedigung durch Schokolade dürstete. Also ran an den Kühlschrank und die Marzipan-Ritter Sport geschnappt. Dunkle Schokolade umhüllt nicht zu süßes Marzipan - herrlich!
Das Leben kann sooo schön sein!

Ich breche die Schokolade immer gern schon in der Packung, mag ungern geschmolzenes von den Pfoten lecken (im Gegensatz zu Nacho Cheese-Würzung.. *kopfschüttelsmiley einsetzen*) .. das Brechen geht ungewohnt schwer. Im Kühlschrank so heruntergekühlt?

Öffne die Packung, und was sehe ich - an der Bruchstelle ist Schokolade. NUR Schokolade. Da stimmt doch irgendwas nicht?
Ich untersuche die Tafel weiter, finde oben rechts ein wenig Marzipan in zwei Ecken. Nur ein wenig. Unten dran verteilt sich ein kleiner Marzipanstrang über 3 Stücke.

Merkwürdig, merkwürdig.

Da ich mich eh langweilte (deswegen ja die Schokoladenersatzbefriedigung...), schrieb ich eine Mail an dem Herrn Ritter seine Internetkontaktadresse. Beschrieb, was passiert ist, und dass dunkele Schokolade als Umhüllung für das Marzipan zwar okay, aber im Ganzen für mich und meinen süßen Eckzahn einfach too heavy ist.

Und siehe da - heute bekomme ich um halb sechs eine Rückmail, die armen Leute da müssen sogar Samstag nachmittag um halb sechs noch arbeiten, weil Klugscheißer wie ich mit jedem Kleinkram ankommen. Aber die Mail ist sehr nett, es wird etwas vom Fertigungsprozess und der Qualitätskontrolle erzählt, die ich unbesehen glaube. Denn wir haben gemeinsam schon eine Meeeenge Ritter-Sport-Tafeln verdrückt ... und die waren immer alle völlig okay, oder sind uns selbst im Auto geschmolzen. Und das kann ich ja schlecht der Firma anlasten.

Als Beigabe gibt es - ohne das sie rechtlich dazu verpflichtet wären, was deutlich gesagt wird - in den nächsten Tagen ein kleines Ritter-Geschenkpäckchen. Freu ich mich drauf. Werde euch ein Photo reinstellen zwecks "Mund-wässrig-machen".

Urlaubspostkarten Mangelware

Mittwoch in der elterlichen Wohnung - Mami hat Geburtstag, alle wollen los zum essen beim Italiener ("ich hab Geburtstag - ich koch nix!")Tochter schließt noch schnell den neuen Fernseher an den Satellitenreciever, Brüderchen plündert solange die Vorratskammer.
Kurzer Blick in mein altes Jugendzimmer - jetzt Papis Büro, Mamis Ablage, überall noch Kram von mir. Brauch ich irgendwas? Hab ich in meinen Kieler Billys noch Platz für diese Bücher? Die alten PC-Spiele?
Die altbekannte Leier des hinterherfolgenden Vaters: Cookie - brauchst Du all diese Sachen überhaupt noch? Können wir die nicht mal wegschmeißen? Was ist das alles überhaupt?
- Ja, Papa. Weihnachten haben wir ganz viel Zeit zum auf- und umräumen. Aber wir wollen doch zum essen?!

Ich drehe mich zur Seite und erspähe plötzlich hinter Mamis an die Wand gelehntes Bügelbrett eine Armee von picure postcards. Ansichtskarten! Stimmt ja, die hat man früher mal verschickt und ich habe sie an die eine Wand gepappt. Bzw. die richtig witzigen an die Tür vom Gäste-WC. Genauso wie Eintrittskarten (die aber am Schrank).

Ansichtskarten.

Mal überlegen - in diesem Jahr beläuft sich meine "Ausbeute" an zugesandten Ansichtskarten auf E I N E, und Sven hat uns extra alle nochmal an-sms-t, damit er in Schottland Karten schreiben kann. Obwohl der Mann mich schon oft genug an der Haustür abgeholt hat. "Wie war nochmal deine Adresse?!"

Aber es gab zahlreiche Urlaubs-SMS, ja. "Sind gut in Wien angekommen." - "Wetter in London ist übel." - "Sag mal, kannst du im Internet herausfinden, ob man in Ägypten indisch essen kann?" (Wirklich passiert.) Aber keine Karten.

Sind Ansichtskarten so aus der Mode gekommen?

Oder fährt einfach keiner mehr in den Urlaub? Mal grübeln. Es gab Trennungen, es gab Autokäufe, Umzüge, kaputte Autos, Arbeitslosigkeit ... Waren jetzt auch nicht so viele Leute aus meinem Bekanntenkreis im Urlaub.

Aber wir fahren! Und zwar gesponsort! Wer in oder um Kiel herum wohnt, darf im Hausflur oder im Altpapier mal nach dem Kieler Express vom Mittwoch suchen, drittletzte Seite, links oben. Frau Daniela hat bei einem Gewinnspiel einen Reisegutschein gewonnen. Yeah! 1.500 Eur nur für Urlaub!

Und ich verspreche, ich schicke jedem eine Karte, der mir seine Adresse gibt (Mailadresse aufm Blog). Und ich bekomme gern welche. Meine Küchentür ist vollgepropft mit Geburtstagskarten (DIEE gabs zumindest reichlich, war ja auch der 30. *heul*). Lasst den Urlaubskartenanteil daran steigen. Würd mich freuen!

Donnerstag, November 16, 2006

Das Kabarettist Richard Rogler ist zu Gast bei der A-capella-Gruppe BASTA! und wird gefragt: Was ist eigentlich der Unterschied zwischen einem Comedian und einem Kabarettisten?

Seine trockene Antwort: Der Comedian, der macht es wegen dem Geld.
Der Kabarettist wegen des Geldes
.

Jetzt ist es virtuell festgehalten und ich kann den Zettel endlich wegwerfen, auf dem ich es notiert hatte.

Papier ausmüllen ist grausam ...

Samstag, November 11, 2006

Verkehr, Verkehr

Nein, es geht nicht um Sex, sondern um das, was manche Autos auf deutschen Autobahnen verzapfen und "Auto fahren" nennen.

Nicht nur ich, sondern auch Alex gehen all diese Mitte- und Linksfahrer bei völlig freien rechten Spuren extrem auf den Keks.

Aber ich wüßte Abhilfe: Eine TV-Show!

Umfragen haben ergeben, dass diese ganzen blöden "Promi-Rechtschreib-Tests", "Der große Sudoku-Wettbewerb" etc. tatsächlich bei vielen Zuschauern haften geblieben ist.
Vielleicht habe ich mir das auch nur ausgedacht, aber es klingt logisch und bleibt deswegen mal so stehen.

Also warum nicht die große "Die wichtigsten Regeln im Strassenverkehr" mit Jörg Pilawa?

Ich könnte mir schon vorstellen, dass das aller-aller-allerwichtigste Gebot auf deutschen Strassen, nämlich das R e c h t s f a h r g e b o t, gar nicht oft genug genannt werden kann. Evtl. auch verbunden damit, was es kostet, wenn man jemanden damit blockiert, also nötigt.
Das kann ganz schön teuer werden.
Also, ARD (Pilawa), ZDF (Gottschalk), RTL (Kerkeling, Jauch, Carpendale), Sat1 (Pflaume), Pro7 (Raab - aber BITTE ohne S. Kraus!), Kabel 1 (Thomas Anders?) ....

Macht hinne! Erklärt all diesen Deppen, dass man sich bei einer dreispurigen Autobahn nicht einfach eine aussuchen kann, deren kosmische Schwingungen einem am besten gefallen, und man auf einer Bundesstrasse durch die Probstei auch nicht einfach auf 50 km/h herunterbremsen darf, weil man dringend die Landschaft begucken muss.

Ach ja - und das ein Fahrradweg für Fahrräder gedacht ist, das wäre auch noch so ein Punkt. Ich fahr ja auch nicht mit dem Auto auf dem Gehweg.

Arghhhh!

Freitag, November 10, 2006

Ich hab ja eh nicht gedacht, dass ich die Einzige bin, die sich vom warmen Laptop auf den Knien/Oberschenkeln aufwärmen lässt.

Aber dieser User hat es wirklich perfektioniert ;-)

Herbst

Das es so früh dunkel wird, ist doof.

Das die ganzen Blätter auf der Strasse liegen, und das in Verbindung mit Kopfsteinpflaster echt ärgerlich ist, das fragt mal den Malte.

Kalt ist es auch noch, ich hab ne dicke Jacke und die rote Mütze wieder rausgeholt, die ich auf dem Blogprofilbild auf habe. Von Frisur kann man also die kommenden Monate auch nicht sprechen.

Der Sommer war richtig, richtig gut. Und vor ca. 2,5 Wochen hatten wir sogar kurzzeitig nochmal 22°C.

Aber da ging mir die Wärme schon auf den Keks. Ich brauche Jahreszeiten. Mein Körper stellt sich einfach darauf ein. Und jetzt ist eben Herbst. Und der wird genauso mit allen Sinnen genossen wie der Winter, der Frühling und dann wieder der Sommer.

Also - nicht jammern, sondern all die tollen Sachen machen, für die es im Sommer einfach zu warm ist!

Donnerstag, November 09, 2006

Erkältung? Oder doch nicht?

Das Gemeinste, das einem bei diesem Wetter passieren kann, ist eine Erkältung.

Doch halt, etwas ist noch gemeiner und zehrt gleichzeitig an den Nerven: Die sich ankündigende Erkältung.

Am Sonntag gings los: Ein Kratzen im Hals, der eine oder andere trockene Nieser.
Da ich aber bis morgens um vier den Ziegelstein in meinem Magen kurieren musste (mit Brühe, in der Mikrowelle erhitztem Kirschkernkissen und 2x Schnapsglas voller Ballantines 12 Jahre), habe ich dem wenig Beachtung geschenkt.

Am Montag morgen um acht dann klingelt mich das Telefon aus dem Bett und Esther fragt nach der Begrüßung als erstes: "Bist du krank? Du klingst so?". Hm, bis zu diesem Zeitpunkt noch nicht. Aber stimmt - auch in meinen Ohren klingt meine Stimme ein wenig kratzig, auch wenn es immer wieder nur ein leichtes Hüsteln gibt. Schnell wieder vergessen. Auch Alex und Stephan, mit denen ich danach telefoniere, machen in meiner Telefonstimme einen "Erkältungs-Unterton" aus. Soso.

Kurz zu Riepen, den Reisegutschein von Krombacher über 1.500 Eur (einzulösen binnen 2 Jahren bei Neckermann, Thomas Cook und angeschlossenen Firmen) abholen, Phototermin über sich ergehen lassen. Stephan ist in der Gegend, kommt kurz vorbei und wird gleich für den Nutznießer des Gewinns gehalten. "Ähm, nein. Der sitzt gerade in Frankfurt." Aber hoffentlich nicht mehr lange, drückt uns beide die Daumen!

Danach Leseloungebesprechung im Literaturhaus, zu früh da, daher kleiner Spaziergang durchs Klinikviertel in Düsternbrook mit Christoph. Niesen. Nicht einmal. Nicht zweimal. grob geschätzt 23 Mal. In 2-3 Minuten.
Scheinbar bin ich erkältet. Allergie kanns ja kaum sein. Oder? (Mediziner vor!)

Beim Termin keine weiteren Nieser. Auch danach nicht. Der eine oder andere Räusperer, als bei der Besprechung geraucht wird. Fühle mich aber langsam schlapp und sage meinen Sporttermin für den Abend ab. Ab auf die Couch. Fühle eine Erkältung nahen, also ran an Mamis Geheimwaffe und eines der wenigen Medikamentenfläschchen, die ich überhaupt besitze: Meditonsin.
Hat bisher immer geholfen, wenn mans früh genug nimmt. Jahrelang hatte ich vermutet, dass es die fieseste Chemiekeule wäre die wo gibt.
Und dann ändern die die Verpackungsbeschriftung und drauf steht: "Homöopathisches Medikament". WAAAAS? Und das hilft tatsächlich? Sehe meine Vorurteile die Förde herunterschwimmen.

Ich klinge immer noch erkältet, mehrere Telefonate mit Alex bestätigen dies. Fühle mich nur gar nicht danach. Also schlapp schon, aber das ist ja jetzt nix neues. Hab ich schon länger. Mal die Multi-Vitamin-Tabletten suchen. Und lagen nicht irgendwo angefangene Packungen mit Zink und mit Eisen. Reine Staubfänger.

Dienstag im Büro eine Runde Kollegenmitleid wegen der Erkältungsstimme. Leichtes Hüsteln, ein wenig was in der Nase. Aber nicht genug. 3 x Meditonsin, viel Tee.
Zu Hause hundemüde auf die Couch.

Mittwoch ähnlich.

Wann werd ich denn nun krank? Wenn überhaupt.

In der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag dann beginne ich im Halbschlaf so richtig zu schwitzen. Und gleichzeitig zu frieren. Und weil eine sich im Halbschlaf befindende Daniela nicht logisch denkt, steht sie nicht auf, um die Heizung anzudrehen, sondern belastet sich mit einer weiteren 1,55m Decke. Schwer. Und schwitzt und friert und schwitzt und friert.
Alex´ morgendlicher Anruf wird nur im - frierenden - Halbschlaf, eher "Fast-wieder-Schlaf" entgegengenommen. Irgendwann wieder nur noch unter einer Decke geschlafen, Rücken schmerzt, Nacken schmerzt. Telefon klingelt um halb zwölf mittags. Irgendeine Lottogesellschaft will mir wohl irgendwas verkaufen.
Was genau weiß ich nicht, weil ich die Dame mit einem netten: "Danke, ich bin nicht interessiert, aber Ihnen noch einen schönen Tag!" abfrühstücke. Vielleicht hab ich ja auch was gewonnen oder sie wollte mich vor einer Epidemie in meinem Viertel warnen. Die Wahrscheinlichkeit ist gering, aber ich werde es nie erfahren.

Nacken schmerzt weiterhin, greift auf den Kopf über. Dafür ist die Nase frei, der Hals nur noch ein wenig belegt.

Wars das jetzt? Habe ich mich "gesund geschlafen"? Fühle mich schlapp. Hatte ich schon erwähnt, dass der Nacken schmerzt?

Aber morgen abend kommt Alex. Und alles wird gut. Hoffe ich.

Mittwoch, November 08, 2006

Lars in Paris

Nein, hier wird nicht eine billige Persiflage auf "Ein Amerikaner in Paris" versucht, sondern dieser Beitrag ist ein ganz ernstgemeinter Hinweis darauf, dass der Kieler Lars derzeit in der Stadt des Baguettes, des nachts blinkenden Eiffelturms und der Kitschpostkarten weilt.

Und da er mit mir befreundet ist hat er natürlich - Ein Blog. Le Blog, um genau zu sein. Wie schön, dass es im französischen ja nur männliche und weibliche Artikel gibt, da fällt die "der Blog" oder "das Blog" - Diskussion weg.

Aber um zum Thema zurückzukommen: Guckt mal vorbei beim immer-französischer-werdenden Lars. Kommentiert sein Treiben, schickt ihm Größe aus der deutschen Heimat. Sonst bekommen wir noch einen bärtigen Schneckenfresser auf einem alten Vespa-Roller zurück, der permanent ein Baguette unter dem Arm trägt.
Obwohl - den Roller würd ich sonst auch nehmen.

Samstag, November 04, 2006

Ich komm immer noch nicht so richtig rein ...

Die WM war klasse.
Ich bin ja sozusagen seit Geburt Fussballfan. Sportschau gucken mit Papi war unser gemeinsamer Samstag abend Termin. Hatte ja eh nix besseres zu tun - es gab ja weder Sesamstrasse, noch die Maus oder Spencer. Kann ich ja auch Fussball gucken und derweil auf meinem Papi herumklettern. Stillsitzen fällt mir auch heute noch schwer, aber ich habe aufgehört, auf anderen Menschen herumzukrabbeln. Naja, auf den meisten.

Aber dieses Jahr komme ich nicht in den Bundesliga-Tritt. Mal findet sie statt, dann wieder nicht. Und wenn ich denke, ich habe das System verstanden - in CL-Wochen gibts keine Bundesliga - dann bin ich doch wieder falsch. Hab im Supermarkt an der Kasse auch noch diese dumme Bildschlagzeile "Wer fliegt - Slomka oder Doll?" gelesen, und trotzdem nicht geschaltet. Dabei war es da kurz vor zwei, also wäre noch massig Zeit zum tippen gewesen. So sitze ich seit kurz vor zwei zu Hause rum, warte auf den IKEA-Transporter, der "um 14 Uhr" (laut IKEA-Frau) bzw. "14.00 - 18.00Uhr"(laut Lieferschein) hier auftauchen und mein neues Sofa liefern soll.
Und Jens` Tipprunde hat wieder ohne mich stattgefunden.

Donnerstag, November 02, 2006

Emanzipation, die XXXXte ...

Geschlechterdebatten ermüden mich.
Spätestens nach Eva Hermans sensationell Geld bringenden PR-Aktion für ihr Buch ganz ernstgemeinten Infragestellung der Emanzipation hab ich mich wieder ausgeklinkt.
Ich muss nicht darüber reden, wie es ist, eine Frau zu sein. Ich bin eine, das kann mir niemand wegdiskutieren. Ich kann Apfelkuchen backen UND mir im Fußballstadion die Lunge aus dem Hals schreien. Um ein paar Klischees zu nennen, ohne die wir alle (mich eingeschlossen) so schlecht leben können.

Gerade erst durfte ich mir bei "Blond am Freitag" mal wieder anhören, dass Frau Merkel zu wenig Frau ist. *prust*

Dementsprechend war ich dem Artikel im Spiegel mit dem Titel "Emanzipationskampf" nicht sehr wohlgesonnen. Der Untertitel "Gnadenschuss für die Hü-Hott-Mähre" machte mich jedoch neugierig (ich möchte bemerken - der Autor des Artikels hat seinen Job schon mal gut gemacht, der Teaser hat mich "geteast") und nun möchte ich euch ebendiesen Text ans Herz legen.

Es geht ein wenig um die Emanzipationsbestrebungen und Ergebnisse in anderen Ländern, aber auch um Frauen und Männer und vor allem - um Individuen.

Ein paar Zitate?

Der F-Klassenfeind weltweit sind nicht die Männer. Es sind die dummen Männer, wie Marie von Ebner-Eschenbach bereits vor hundertfünfzig Jahren erkannte.
[...]
Von der Gleichberechtigung sind wir Jahrhunderte weit entfernt. Doch es wäre naiv zu glauben, dass daran nur die dummen Männer Schuld sind. Es gibt einen weiteren, sehr mächtigen Feind der Emanzipation: Die dumme Frau.
[...]
Unser Staat und unsere Gesellschaft müssen Immigranten klarmachen, was sie von ihnen verlangen - nicht dass sie Eisbein essen, Udo Jürgens hören und Lodenmäntel tragen, sondern dass sie unser Grundgesetz, und damit auch die Gleichberechtigung von Mann und Frau, respektieren.
[...]
Auch Frauen sind nicht wirklich attraktiv, solange sie noch mit einem Arm am Baum hängen.
[...]
Was die Welt braucht und immer brauchen wird, sind starke Persönlichkeiten, Individuen, die einen unverwechselbaren eigenen Charakter ausgebildet haben. Und erst in zweiter Linie Männer oder Frauen sind. Hören wir endlich auf, historisch und kulturell gewachsene Geschlechterdummheiten für gott- oder naturgegeben zu halten. Dann hat auch dieses Land eine Chance, noch vor dem Jahr 2250 im 21. Jahrhundert anzukommen.


Ich glaube, es lohnt sich, das Buch dieser Frau zu kaufen.
"Die neue F-Klasse" von Thea Dorn (Piper Verlag)

Viel mehr, als das Apfelkuchenbüchlein von Frau H. aus H.

Quelle: Spiegel Online

Wetterbeobachtungen

Was habe ich heute morgen noch getönt, wenn mich Freunde aus West- und Süddeutschland auf die drohende Sturmflut ansprachen. "Sturmflut? Ach, das nennen wir hier oben ein wenig mehr Wind und Unterbodenwäsche für die Autos."
Und es wurde mir ja auch recht gegeben - das Hochwasser kam nicht um zwölf, sondern schon um 10.30 Uhr mit seinem Höchststand um die Ecke und die ganze Aufregung war aufs Nachrichten-Herbstloch zu schieben.
Es haben tatsächlich Leute beim HSV angerufen, um zu fragen, ob das Champions-League-Spiel ausfallen würde. Das ZDF zog daraus den Schluß, dass die Hamburger doch ein wenig mehr Respekt vor dem Wasser hätten.
Hm. Ich denke eher, dass diese Nachrichtenpanik in den Morgenmagazinen Leute von auswärts zu diesen Panikanrufen getrieben haben. Wie sonst ist zu erklären, dass Alex sich Sorgen machte, dass morgen abend evtl. der Elbtunnel überflutet sei?! Ich bitte euch.

Aber auch mir war das heutige Wetter nicht ganz gleichgültig. Der starke Wind hätte mich morgens bald vom Rad geweht, und das Wetter änderte sich ca. alle 40 min. von schwarzbewölkt über leicht bewölkt zu strahlend blau mit leichten Wölkchen. Schneeweißen Wölkchen.
Und dann ging es plötzlich los: Es schneite!
Von links nach rechts an meinem Fenster vorbei wurde der Regenschnee immer flockiger.

Ich möchte nochmal wiederholen: In dem Ort, in dem es letzte Woche noch 19°C gab SCHNEITE es!

Die Temperatur lag dann auch nur noch bei 2°C *brrrr*

Aber um das noch zu toppen - das Hochwasser ist jetzt auch hier angekommen.
Aus dem Kino kommend (Preview Marie-Antoinette) fuhr ich am Wasser vorbei und sah bei den Sellspeichern und beim Schifffahrtsmuseum (wie passend) schon das Wasser neben den Gebäuden entlang"schwappen".

Wie gut, dass ich auf einem Berg wohne ...

Lassen wir uns mal überraschen, was heute nacht so passiert. Ich dreh auf jeden Fall die Heizung an, mach mir noch nen Pfefferminztee und ab ins Bett.

Dienstag, Oktober 31, 2006

Stäbchen-Kurs

Ich mag Messer, Gabel und Löffel.

Auch wenn ich Pizza gern in Slices schneide und mit der Hand esse.

Aber Stäbchen? Nicht interessiert!
Oder bin ich nur zu feige?

Petra aus dem Chefkoch.de - Forum hat mir diesen tollen Link gegeben: Stäbchen-Kurs

Na, da werde ich doch demnächst mal üben und hoffentlich beim nächsten Essen meinen Lieblingschinesen beeindrucken können! *g*

Freitag, Oktober 27, 2006

Küchenteufel ist im Back-Wahn!

Ein freier Abend, und bei mir bricht mal wieder der Backwahn aus.

Da ich meine Lieblings-Pizzabrötchen für Christianes Halloween-Party morgen ungern schon einen Tag vorher backe, habe ich mal wieder einfach für mich selbst in der Küche gewirbelt.

Dabei rausgekommen sind:

- 24 Mini-Croissants (abwechselnd gefüllt mit Nutella, Erdbeer-Vanille-Marmelade und Kräuterbutter)
- ein Sonnenblumenbrot (Backmischung von ALDI)
- Schoko-Quark-Brötchen von chefkoch.de

Die Mini-Croissants sind schon weg, das Brot schwitzt vor sich hin und duftet mit den Schoko-Quark-Brötchen um die Wette, über die sich meine Kolleginnen morgen freuen dürfen!

Miss Venus 2006 muss von ihrem Geld leben ...

Sat.1 versucht gerade mit einem Bericht auf meine Tränendrüse zu drücken.

Da haben wir also die ach so schnuckelige Miss Venus 2006, die zusammen mit dem Titel auch ein paar Tausend Euro Knete bekommen hat. Und in der Zeitung stand man auch, und hat ganz viel von sich erzählt. Soll ja was werden, mit der Karriere. Und vom Freund, mit dem man zusammenwohnt (laut Zeitung: Lebensgefährte). Prinzipiell ja nicht schlecht.

Blöd nur, wenn man "Hartz4" empfängt. @creezy: Das hat sie selbst so ausgedrückt

Dann muss man das bißchen 4stellige Summe nämlich als Einkommen anrechnen lassen. Hat unsere Miss Venus aber nicht gewußt, und sich stattdessen Klamotten gekauft. Angeblich für die komplette Summe, alles weg. Schließlich will die Dame ja auch als Model durchstarten. Sat.1 untermalt das mit schicken und bestimmt nicht billigen Modelphoto-Aufnahmen.

Und dann hat man die Gute einfach mal reden lassen. Dass es ja sooo gemein wäre, sie sich nicht wenigstens ein paar Tage hat darüber freuen können (ich denk, sie war shoppen?), sondern "die" gleich am nächsten Tag vor der Tür standen.
Und dabei gleich mal geguckt haben, ob die beim Amt angegebene "WG" mit dem Mitbewohner auch so stimmt, schließlich muss die Angabe "Lebensgefährte" ja irgendwie in die Zeitung gekommen sein.
Ach ja, das sei er ja auch gewesen - BIS Hartz4. (Wieder ihre eigenen Worte).
Nun wolle sie von den 200 Eur Wohngeld leben, die man ihr ja zahlen MÜSSE, und eben keine Miete zahlen und auf die fristlose Kündigung warten.
Denn wie gesagt, das Geld hat sie ja schon für Klamotten verbraten, und nun weiß sie nicht, wie sie Weihnachtsgeschenke kaufen soll.

Da muss das Aussehen oder die Überlastung der Sachbearbeiter "schuld" sein - als ich mal probehalber nen Wohngeldantrag gestellt habe, wurde mir die Tatsache, dass ich mich mit meiner Mitbewohnerin (weiblich!) dabei abwechsle, den Flur zu putzen - und jede mal Putzmittel kauft - als Beweis einer "gemeinsamen Kasse", also einer Wirtschaftsgemeinschaft angesehen. *argh*

Ach ja,Miss Venus 2006´ Weihnachtsgeschenke-Problem:

Mein Tipp wäre - nen Job als Kassierin bei LIDL annehmen. Also bei mir in der Gegend suchen die immer. Aber nein, das lohnt sich ja wieder nicht, denn das würde ja wieder angerechnet werden.

Also: Was nettes basteln. Vielleicht aus den Klamotten, die man sich für mehrere tausend Euro gekauft hat.

Nichts gegen Empfänger von staatlicher Hilfe, ich kenne genug Menschen, die sich tagtäglich abmühen, aber wenn eine junge Frau mit Modelambitionen, die sich auf der Bühne auf jedwede Art räklen kann (also wohl keine schwerwiegenden krankheitsbedingten Gründe), zu Hause sitzt, sich von ihrem Kerl trennt, um mehr Kohle zu bekommen & darüber belehrt wurde, dass jegliche Zusatzeinkünfte angegeben werden müssen, heulend zu Sat.1 rennt ... dann bekomm ich die Krätze.

Jaaa! Herbst!

Das erste, was meine indische Tante nach längerer Deutschland-Abstinenz feststellte, waren all die Blätter auf der Strasse. Sie war verwundert, weil sie die deutschen Strassen als so rein und sauber kennt.
Es ist eben - Herbst!

Wir können uns ja nicht beschweren, die Temperaturen stehen immer noch bei um die 16-19°C. Die Sonne scheint, der Himmel ist blau.
Ein Täuschungsmanöver des Wettergottes, ganz klar.

Denn gestern um Mitternacht spürte mein kleiner Fiesta bei 100 km/h (natürlich nicht mehr *ähm*) auf der Bundesstrasse auf freier Fläche die ganze Wucht der Natur. Ich musste ganz schön gegensteuern, sonst wäre ich im Graben gelandet ...

Dann kam der Regen, platschte in großen dicken Tropfen auf mein Auto, und als ich an einer Ampel stand, sah ich, dass der Wind das Wasser im Licht meiner Scheinwerfer vor mir her trieb.

Es ist Herbst.

Mittwoch, Oktober 25, 2006

Ein Kölner und ne Düsseldorferin?

Das geht leider nicht. Never.

Und dass ich damit nicht allein stehe, das zeigen die Wise Guys stimmgewaltig.

Nein,nein,nein

Leider nur ein Soundsample. Aber auch die anderen Songs sind immer wieder empfehlenswert, Klassiker wie "Du bist doch einer von den WiseGuys" oder "Es ist Sommer", wobei der diesjährige Sommer ja keinen Grund zum meckern gab.

Dienstag, Oktober 24, 2006

Fan-Tour

Am 15.12. ist es soweit - die DEG Metro Stars aus Düsseldorf spielen auf dem Eis der Hamburg Freezers in der CoLinA. Und wir haben Karten *freu*

Bin schon wild auf der Suche nach meinem extrem langen, von meiner Düsseldorfer Tante handgestrickten Fanschal, und hoffe auf einen neuen, coolen Aufnäher dafür. Wobei ich bei meinem letzten Besuch feststellen musste, dass die Zeit der zugigen Stadien à là Brehmstrasse vorbei sind und man sich nicht nach dem Zwiebelprinzip anziehen muss - die moderne Multifunktionshalle ist geheizt. Erlaubt dafür allerdings dann auch keine Wunderkerzen (so geschehen im neuen Düsseldorfer ISS Dome). Für mich wäre das schon ein Grund, mir da kein Spiel ansehen zu wollen. Aber nun zurück zu der geheizten, familienfreundlichen ColorLineArena in HH.
Karten sind schon bestellt und angekommen und die ganze Angelegenheit wird noch einen Schuß verbessert, wenn man sich meine Begleitung Kirsten und Ilona ansieht, beide Damen sind ausgemachte Fussballfans und daher gehe ich mal davon aus, dass sie sich beim Eishockey auch nicht scheuen werden, sich die Seele aus dem Halss zu brüllen *g*
Wobei man munkelt, dass Ilona sich noch nicht sicher ist, ob sie ihre Heimat Düsseldorf oder doch ihren derzeitigen Wohnort Hamburg unterstützen soll ... *kopfschüttel* ;-)

Montag, Oktober 23, 2006

Linktipp

Wenn sich Leute, die man mag oder schätzt oder denen man sonstwie positiv gesonnen ist, zusammen tun, um viel Spaß zu haben und dabei auch noch ein Ergebnis ihrer Arbeit präsentieren - wie kann ich euch das vorenthalten?

Also, guckt das Musikvideo von

  • Büro am Strand (eine Band, die von Giza und DJ Donat mal zu ner Party geschleppt wurden und gefallen haben)
  • MC Winkel (muss ich noch mehr zum inoffiziellen Blog-Repräsentanten Kiels sagen?)
  • Nilzenburger (dessen Art sich bei seinem ehemaligen Medienarbeitgeber immer wohltuend von den anderen Nieten abgehoben hat und dessen Filmgeschmack ausgezeichnet ist) und in einer nicht unwichtigen Rolle
  • GIZA (für dessen Plakat-Layout-Talent ich heute noch morden könnte!)

Video HIER!

Refrain eingängig, Video in Youtube-Quali und ab und an mal Kiel von einer seiner besten Seiten zu sehen!

Auf Mc Winkels persönlichen Wunsch zeigen die braven Blogger aller Kategorien das Video direkt ;-) Also - see.

Freitag, Oktober 20, 2006

Inder, Inder, Inder

Ja, das indische beherrscht mein Blog schon stark. Mich selbst ja auch. Wenigstens zu 50% ;-)
Und was soll ich sagen: Kaum ist die eine indische Truppe weg, folgt die nächste auf dem Fuße, und zwar morgen mittag, Flug von Bombay nach Hamburg mit Emirates, und ich bin das Empfangskommando.
Mein Papi hat nämlich am Sonntag seinen 60. Geburtstag (sprich: große Party am Samstag) und meine jüngste indische Tante hatte spontan die Idee, ihren Lieblingsschwager mit einem Besuch zu überraschen. Also habe ich heimlich die Pässe meiner Eltern kopiert und meiner Mama die fürs Visum benötigten Briefe zur Unterschrift vorgelegt.
Die hat vielleicht geguckt! *lach*

Inzwischen wurde Papi insoweit eingeweiht, dass wohl jemand als Überraschung kommt, nach dem gerade überstandenen Schlaganfall wollen wir ja keinen Herzinfarkt provozieren ;-)

Und nun habe ich noch nicht mal mein Buchmessen-Abenteuer komplett im Blog archiviert, da geht schon die nächste indische Erfahrung los, denn die beiden (sie bringt meinen Cousin mit) waren schon eeewig nicht mehr in Deutschland, wollen dann auch gleich noch nach Dänemark - ist ja um die Ecke - das werden stressige Tage. Aber bestimmt sehr schön!

Mittwoch, Oktober 18, 2006

Jeremy Clarkson Superstar

Man kann nicht gerade behaupten, dass ich verrückt nach Autos wäre.
Mein 10 Jahre alter Fiesta hat mich in den letzten Jahren mehr gekostet als ein Neuwagen, und wenn jemand von Zylindern, Einspritzern und Hubraum spricht, schalte ich die Ohren zu. Wenigstens bin ich so höflich, Alex bei seinen Ausführungen zuzuhören und ihm auch Bescheid zu geben, wenn die Informationen, die ich einfach nicht verwerten KANN beginnen, an mir vorbeizugehen.
Nicht, dass ich Autos nicht mögen würde. Mit dem BMW1er mit 220 Sachen über die Autobahn rasen, vom 5. noch in den 6.Gang schalten können, das erfreut mich schon sehr. Aber was 1.5 SX/E220/200D/CRX etc. nun wirklich alles bedeutet, weiß ich nicht und interessiert mich auch nicht. Finde es auch blöd, wenn Wagenbesitzer die Typenbezeichnung am Auto abmachen lassen. Woher soll ich denn sonst wissen, was da vor mir fährt?

Aber es gibt einen Menschen, dem ich gern dabei zusehe, wenn er sich über Autos auslässt: Jeremy Clarkson von der BBC.

Es begann damit, dass ich Alex´ Bücherregal durchforstete und "Born to be riled" dort fand. Witziger Titel, hab ich gleich mit aufs Klo genommen.

Dann kamen die Videos. Anzusehen z.B. hier auf der "BBC Top Gear"-Seite.
Seine SundayTimes-Kolumne kann ich auch empfehlen.

Sehr gut amüsiert mich, wie langweilig er BMWs findet *g* Und ganz neu ist sein Verriß des VW Phaeton, von dem jetzt sogar der Spiegel spricht.

Also, wer guten britischen Humor schätzt, sollte sich seine Videos angucken. Viel Spaß dabei!

Erster Tag auf der Messe ...

Nach der feierlichen Eröffnung am 3. und den TV-Interviews am 4. kamen wir nun endlich zu unserem ersten Tag auf der Messe.
Und natürlich quetschte sich auch meine Nemesis, der liiiebe Ganesh Devy mit in den Wagen. Na klasse. Meine Agentur hatte mir nur drei all-day Tickets gegeben, was war, wenn sie einen von uns nicht reinlassen würden?
Dann wäre es mal wieder die Schuld der personal assistant gewesen, zu blöd zu sein, um genügend Tickets zu organisieren ...
Aber meine Sorge war unbegründet, denn "unser" Wagen war mit einem Zettelchen ausgestattet, der uns an allen aufgestellten Hindernissen und Sicherheitsleuten vorbei direkt auf den Platz fahren ließ. *seufz* Sehr praktisch, muss ich sagen.

Nun also auf zum ersten Termin - Interview mit der Deutschen Welle, zu finden im Forum. Ich also fix hinein, und traf auf zwei Personen, die mich gleich erstmal in die nächste Halle schickten. "Sie müssen doch in unser Hörfunkstudio." - "Könnten Sie uns da vielleicht hinbringen?" - "Ich kann hier doch nicht weg!".
Stimmt, in der Halle war total die Hölle los und alle Menschen, die in den nächsten 3 Min. hereinströmen würden, würden seinen Kollegen belagern ...

Ärgerlicherweise hetzte der liebe Ganesh M.Devi gerade mal wieder auf, so dass sie sich weigerte, auch nur einen Schritt zu laufen. Ich sprach mit Engelszungen auf sie ein, bis sie sich zumindest in die nächste Halle bewegte, wo ich alle in einer Sitzgruppe Platz nehmen ließ, während ich die junge Dame am Info-Counter um Rat und Hilfe bitten wollte.
Schließlich waren wir vorgestern noch von den Obersten der Messe hofiert worden, da werden die wohl nen Rollstuhl organisieren.

Tja. Das Mädel am Counter war leider so überhaupt nicht beeindruckt. Muss ja auch nicht sein. Hilfsbereit war sie leider auch nicht. Zu meiner Nachfrage wegen eines Rollstuhls drückte sie mir eine Broschüre mit einer Telefonnummer in die Hand - mit dem Hinweis, dass es dafür eigentlich eh zu spät sei, da man sowas im Voraus hätte buchen sollen, und dem Verweis an die öffentliche Telefonzelle vor der Tür, obwohl sie ein Telefon am Stand hatte und intern auf der Messe bestimmt umsonst telefonieren konnte.
Aber der Knaller war ihre Antwort auf meine Frage nach dem Hörfunkstudio der Deutschen Welle - man erinnere sich, die Jungs hatten uns direkt in diese Halle geschickt - die da lautete: "Also hier sind die sicherlich nicht!"
???
Mein Einwand, dass Angestellte der Deutschen Welle uns genau in diese Halle geschickt hatten bequemte sie dazu, ihren PC nach Veranstaltungen zu besuchen und mir zu erzählen, dass am Sonntag irgendwas mit einem der Deutschen Welle in Halle 6.1 stattfinden würde, dann säßen die wohl auch da ...?
Ich hatte entschieden, dass diese Frau mir nicht weiterhelfen könnte und rief lieber meinen rettenden Engel, die Koordinatorin der Pressetermine an, um sie um den genauen Standort des Studios zu bitten. Und wo war es? Den Gang ein Stück entlang, bzw. gerade mal ein paar Schritte HINTER DEM INFO-COUNTER!

Während ich innerlich die Wände hochging, wurde Mahasweta Devi von den Leuten der Deutschen Welle Bengalen ehrerbietig und freundlich willkommen geheißen und ins Studio geführt, während ich mich auf die Suche nach einem Rollstuhl machte.

Die nette Stimme eines RotKreuz-Mitarbeiters leitete mich nahezu über das komplette Messegelände, bis ich endlich, nach zahlreichen Umwegen und Stufen in einem kleinen Büro auf gutgelaunte Rettungshelfer traf, die mir sowohl einen Rollstuhl aushändigten (nach Kaution und Kopie meines Personalausweises) als auch einen Short Cut durch den Hinterausgang zeigten.

Als ich mit dem Rollstuhl wieder am Studio angekommen war (und über die Anzahl der dummen Sprüche, die sich sinngemäß um "oh, bringen sie mich mal in Halle xy?" drehten) wa rdas Interview bereits beendet, doch wir waren eingeladen, auf Kaffee, Obst und Kekse noch einige Zeit zu verweilen.

Unsere nächste Station war dann der indische Pavillion, den ich möglichst frühzeitig aufsuchen wollte, um die Gegebenheiten zu besichtigen (komm ich da mit dem Rollstuhl hin?). Die Jungs vom bengalischen Team der Deutschen Welle waren so nett, uns dorthin zu begleiten, Ganesh schob natürlich den Rollstuhl, ich trabte zusammen mit der Schwester Sara hinterdrein.
Und kaum hatten wir die "indische Halle" betreten, war auch gleich die Hölle los!
Inder aller Couleur kamen aus ihren kleinen und größeren Verlagsständen, um Mahasweta Devi zu begrüßen, ihre Füße zu berühren und sie wimmelte diese nur verlegen lächelnd ab. Aber man merkte schon - hier war sie in ihrem Element *g* Und wer bei kleinen asiatischen Menschen mit klickenden Kameras nur an Japaner denkt, wurde eines besseren belehrt. Sogar Mütter schoben ihre Kinder zw. 6-12 vor, um M.Devi Guten Tag zu sagen. Was sie sichtlich freute. Denn so wie fast alle älteren Menschen beginnt ihr Gesicht zu strahlen, wenn sie auf Kinder, möglichst sehr jung, trifft.

Immer wenn es ihr zu voll um den Rollstuhl wurde, rief sie nach mir: "Daniellla!" und ich versuchte mich an den Bewunderern vorbei drängen, sehr zum Mißfallen ihres Rollstuhlschiebers, der die Aufmerksamkeit, die gar nicht ihm galt, sichtlich genoß.
Wir trafen noch auf ihren französischen Verleger, der sie gleich für die nächste Messe in Paris einlud, Ganesh schwang mal wieder große Reden und dann war es auch endlich Zeit für unsere nächste Veranstaltung. Diesmal im Indian National Pavillion, ein "Das Leben und das literarische Werk von Mahasweta Devi".
Es wurde viel über sie gesprochen, die Hütte war voll, es gab einige sehr emotionale Reden über die Art, wie sie einige der Podiumsteilnehmer in ihrer Arbeit beeinflußt habe, und Ganesh Devy ließ sich lang darüber aus, mit welchen Aktionen sie ihn schon seit 10 Jahren jeden Tag beeindruckt und verblüfft. Aber auch ich war erstaunt, wie gefährlich ihr Leben und ihre Arbeit gerade vor 30-40 Jahren wirklich war. Beeindruckend.
Nebenbei erfuhr ich von U R Ananthamurthys Personal Assistant, dass er vorher nicht darüber informiert war, über M. Devi sprechen zu sollen, und so kamen seine Worte wohl so richtig "tief aus dem Herzen". Sehr schön.

Nach der Veranstaltung war natürlich wieder eine Crowd von Menschen um sie herum, mit Autogrammwünschen, Bettelbriefen, Amnesty-Petitionen und anderen ermüdenden Dingen, bis ich rigoros durchgriff und sie einfach aus der Halle schleppte. Leider vergass ich die indischen Verleger, die ebenfalls wieder den Rollstuhl belegten, orderte aber schnell unseren Chauffeur Eddy, der uns befreite und erstmal zurück ins Hotel brachte.
Uff.
Nach dieser Erfahrung hatte die arme Mahasweta Devi nicht mehr die geringste Lust, auf die Messe zu gehen oder überhaupt in Deutschland zu bleiben - und wer kann es ihr verdenken?!
Aber ich lobte ihren Auftritt, rief ihr all die netten Dinge ins Gedächtnis, die über sie gesagt wurden und versprach viiiiel weniger Stress in den kommenden Tagen (ich hatte gelogen ;-) ) und flitzte dann mit Eddy los, chinesisches Essen für alle zu besorgen.
Soweit versöhnt und entspannt schmiedeten wir Pläne für den Abend.
Zwei Dinge standen zur Auswahl - ein Empfang mit großem Fressen und bekannten Leuten, wo sie mal wieder ungefragt als Ehrengast erwartet wurde (das teilte man mir hektisch am Telefon mit, dass in den 14 Tagen sowieso nie stillstand), oder einer persönlichen Einladung des Drehbuchautors Gulzar, dessen Film Lakin im Kino des Deutschen Filmmuseums gezeigt wurde, Gulzar war ebenfalls anwesend.
Sich in Bewunderung sonnen und lecker essen, oder entspannt ins Kino gehen?
Wir entschieden uns für Kino, da konnte Mr. "ich häng mit M.Devi rum und genieße so die ihr zugedachte Aufmerksamkeit" argumentieren und reden, es war entschieden. *lach*
Und wir hatten einen entspannten Abend, den wir uns nach all dem Stress redlich verdient hatten.

Freitag, Oktober 13, 2006

Bilder, Bilder, Bilder

Letztendlich haben die Engelszungen, die seit Monaten auf mich einreden, angeschlagen und ich habe einen Flickr-Account eingerichtet.
Vor allem, um meinen pa - Kollegen einen Zugang zu den Buchmesse-Bildern zu bieten.
Aber wie ich so fröhlich dabei war und Bilder hochgeladen habe, war es nur noch ein kleiner Schritt zum pro Account und den zahlreichen Urlaubs-Schnappschüssen, die ich nun ebenfalls auf die Welt losgelassen habe. Von Photos, wie creezy sie schießt, bin ich natürlich noch meilenweit entfernt :-/
Aber trotzdem wünsche ich allen Interessierten viel Spaß beim Stöbern, und zwar hier.

Mittwoch, Oktober 11, 2006

Abschied, Kalkutta-Einladung, Currywurstauswahl, Hubschrauber und Fußball .. wie das zusammengehört?

Morgen fliegen Mahasweta Devi und ihre Schwester ja wieder nach Hause, und da sie sich so gut mit Alex verstanden hatten, hatte ich vorgeschlagen, dass wir uns alle nochmal auf einen Drink in der Hotelbar im Steigenberger Airport Hotel treffen sollten.

Und wenn wir schon mal unterwegs seien ... da warten noch dutzende Möglichkeiten, das Gutscheinheft "Barometer", das ich Alex zum Einzug in FFM geschenkt hatte, für leckere vergünstigte Speisen zu nutzen. Und da sind wirklich noch sehr viele interessante Gutscheinschnipsel und nur noch so wenig Jahr 2006 übrig. Also den Kopf, den Magen und das Gutscheinheft befragt und für Currywurst (-"worscht") entschieden.
Was das jetzt noch mit Hubschraubern und Fussball zu tun hat? Gemach, Gemach.

Erstmal ein Loblied auf die Flexibilität, die einem des Deutschen liebstes Kind bietet:
Heute spätnachmittag habe ich etwas mehr als 1,5 h benötigt um mit dem Shuttle-Bus vom Hotel zum Flughafen, vom Flughafen-Bahnhof zum Hauptbahnhof, vom Hauptbahnhof mit der S-Bahn (an jeeeder Milchkanne vorbei) nach Neu-Isenburg und dann noch einmal quer durch die Stadt bis nach Hause zu laufen.
Und heute abend mit dem Auto? Keine 10 min. reine Fahrzeit. *schnief*

Da beide Damen aber ziemlich tot waren von unserer Landpartie nach Bingen (Bericht folgt wie unten versprochen später!) und dem Umzug von einem Hotel zum anderen, blieben wir nur gute 15 min., es gab eine sehr herzliche Verabschiedung mit dem dringend geäußerten Wunsch von M. Devi, Alex solle sie in Kalkutta besuchen. Als ich daraufhin witzelte, wenn er nach Kalkutta ginge, würde ich mir eben derweil in Goa die Sonne auf den Bauch scheinen lassen, bekam ich einen großmütterlichen Schlag auf den Arm mit dem Hinweis, dass die Einladung selbstverständlich für uns beide galt. Aua ;-)

Also zurück zum Auto und ab in die Innenstadt und zu dem Currywurstladen, den ich anhand von Magen und Gutscheinheft ausgesucht hatte - das Culux im Oeder Weg. Tatsächlich fanden wir auch sofort einen Parkplatz (ein sehr gutes Zeichen!) und betraten einen in einem freundlichen dunkelrot gestrichenen Laden mit dunklen Holztischen und Barhockern. Als wir eintragen, schall uns gerade die Melodie der Tagesthemen entgegen, auf der rechten Seite befand sich der einladende Futtertresen.
Doch bevor ich endlich dieses große, leicht angesäuert knurrende Loch in meinem Magen besänftigen konnte, wurde unsere Aufmerksamkeit auf den großen Flachbildschirm an der Wand gezogen, wo die Nachrichten von einem Hubschrauber berichteten, der in New York in ein Hochhaus geflogen war. Terroristischer Hintergrund? Hab ich nicht vermutet, dafür war - ganz böse gesagt - der Schaden einfach zu gering. Wenn überhaupt, dann ein unorganisierter Einzeltäter.
Inzwischen wissen wir dank Spiegel: In Manhattan ist ein Klein-Flugzeug in ein Hochhaus geflogen. Vier Menschen kamen ums Leben. Einsatzkräfte haben das Feuer inzwischen gelöscht. Der Flieger soll Treibstoffprobleme gehabt haben und dem Baseballspieler Cory Lidle von den New York Yankees gehören.
Auch wenn ein solches Ereignis schon übel einzustufen ist, habe ich mich doch ein wenig gewundert, dass in einer Kneipe wie dieser deswegen der Fernseher eingeschaltet wurde. Und dann musste ich feststellen, dass ich wirklich jenseits von Gut und Böse bin zur Zeit: Nicht nur, dass ich seit ca. 10 Tagen ständig jemanden nach dem aktuellen Wochentag fragen muss, nein, ich habe das Länderspiel einfach VERGESSEN! Wer mich kennt, kann daran problemlos den Stresspegel bzw. den Grad meiner aktuellen Verwirrung erkennen .... :-/

Aber zurück zur Currywurst: Sehr empfehlenswert.
Welcher Koffeingenießer kennt das nicht - es gibt keine einfache Tasse Kaffee mehr. Sondern Latte oder Espresso oder Cappuccino, mit oder ohne Shot, mit oder ohne Koffein, tall oder grand(e) ... wie gut, dass ich eh keinen Kaffee trinke!
Aber die Situation war ähnlich: Es musste gewählt werden unter verschiedenen Sorten Wurst (inkl. Bio-, Geflügel- und Veggiewurst), dazu eine Auswahl aus neun Saucen, die Pommes waren gott sei Dank einfach nur Pommes, aber doch mit Zwiebeln?! Nein.
Nachdem all diese Entscheidungen getroffen wurden, bewunderten wir das Treiben der deutschen Nationalmannschaft in den schicken roten Trikots, Alex trank das von Kirsten damals in Hamburg hochgelobte Tannenzäpfle-Bier und nach einer gewissen Wartezeit, die gleichwohl in meinen Augen ein Zeichen für zu erwartende hohe Qualität und Fussballinteresse der Zubereiterin sprach, bekamen wir die beste Rinds-Currywurst, die ich jemals gegessen habe. Festes Fleisch, kaum Fett, geschmacklich nach handgemacht schmeckende Pommes. Bei der Saucenauswahl hatte ich mich für "Currysauce fruchtig" entschieden, während Alex seine Wurst von einer Sate-Erdnuß-Sauce übergossen wünschte. Nach probieren beim anderen kamen wir beide zu dem Schluß, selbst am besten gewählt zu haben.
Wobei selbstverständlich noch einige Genüsse (sprich: Saucenmöglichkeiten, denn die Wurstsorte werd ich jetzt nicht mehr wechseln!) in den kommenden Wochen auf uns warten werden *vorfreu*

Da kommt noch was ...

Ich habe da so ein kleines Büchlein, dessen Seiten aussehen wie handgeschöpft. Da der indische NBT diese als Gastgeschenke ausgegeben hat, wird es wohl auch so sein. Darin stehen noch ein paar Kleinigkeiten, aus denen sich noch interessante Blogeinträge über Mahasweta Devi zimmern lassen. Aber ich bin im Augenblick einfach zu müde abends.
Also nur kurz die Info, dass ganz bestimmt noch was kommt, das zu lesen sich lohnen wird, wenn euch die ersten Teile gefallen haben.
Denn morgen früh werden M.Devi und ihre Schwester im Flieger nach Bombay (eigentlich: Mumbai, sagt aber kein Bombaywalla, und ich bin auch einer, wenigstens zu 50%!) sitzen und ich werde einerseits erleichtert, andererseits sehr sehr traurig sein. Und meinen Blick wieder nach vorn richten auf die kommenden Aufgaben. Und die letzten Grillabende, die kommenden Spiele- und Videoabende mit warmem Kakao (flavoured mit Pfefferminz-Sirup). Oder einfach mal wieder ein Hörspiel hören und ein Puzzle lösen. Christine zieht nämlich nach Kiel am 1.12. und dann gibt es keine Ausrede mehr fürs nicht sporten. Ich freu mich so!
Aber nun erstmal Mahasveta Devi in den Flieger setzen und tief durchatmen, dann ein wenig bloggen und dann am Freitag ab nach Hause nach Kiel!

Samstag, Oktober 07, 2006

Ein Seminarplatz, ein Seminarplatz!

„Die Stadt Düsseldorf ist sehr schön, und wenn man in der Ferne an sie denkt und zufällig dort geboren ist, wird einem wunderlich zu Mute. Ich bin dort geboren und es ist mir, als müsste ich gleich nach Hause gehn. Und wenn ich sage nach Hause gehn, dann meine ich die Bolkerstraße und das Haus worin ich geboren bin“, schrieb Heinrich Heine 1827 in Ideen. Das Buch Le Grand.

Da surfe ich eher müßig auf die svs-Anmeldeseite meines Studiengangs - kennt ihr das, dieses "mal nachgucken, obwohl man eh weiß, dass nix da sein wird"? - und siehe da: Es gibt neue Hauptseminare! Drei an der Zahl!
Professor Orth bietet Seminare über Jean Paul, Paul Celan und Heinrich Heine an! Ganz neue! Heinrich Heine! Der Düsseldorfer Heinrich Heine!Dienstags morgens um 10. Perfekt! Aber - schon weg.
Paul Celan? Hm. Da denke ich an Bachmann und an das Seminar über die Büchner-Preisträger. Eigentlich nicht so gern. Aber - eh auch schon weg.

Was bleibt?
Jean Paul.
Da klingelt wenig. Kein Romantiker, obwohl doch ähnliche Zeit. In Baden-W. ein Preis nach ihm benannt, glaub ich. Edit: Es waren die Baiern. Sorry.
Die Flegeljahre sollen es sein. Klingt gut.
Aber Freitags morgens um 10Uhr?
Für alle, die Studenten um 14 Uhr "Guten Morgen" sagen wollen: Klar bin ich da schon wach. Meistens schon längst bei der Arbeit. Und da liegt die Krux. Promojobs sind zumeist am Do & Fr oder Fr & Sa.
Und zu Alex fahr ich wenn dann auch meistens am Donnerstag schon.
Und nu?

Ganz klar. Glücklich sein über den freien Platz bei diesem netten Dozenten, sofort anklicken, Buch bei Amazon bestellen, rechtzeitig vorbereiten, mit dem Geld in den kommenden Wochen ein wenig besser haushalten und kein Auto finanzieren und kein MacBook kaufen. Klappt schon.
Nicht mal ein Dreier, sondern ein Zweier mit Zusatzzahl. Also: Nix.

Zapping in der Stock-Car-Werbepause:
RTL: "Was denkt Deutschland?" prophezeihe ich keine lange Lebensdauer. Bemerkenswert nur: Wer auch immer Prolo-Gülcan dieses grausame Make-up verpasst hat, muss noch eine Rechnung mit ihr offen gehabt haben. *prust*

Alex bloggt!

Es gibt Blogger und Blogger.

Nein, jetzt geschieht kein Aufwärmen der ermüdend-langweiligen A-Blogger, ... Z-Blogger-Diskussion. Was ich meine, sind die Unterschiede in der Intention.
Ich zum Beispiel habe keine, zumindest keine richtige.
Schreibe einfach ins Internet rein, weil ich es kann. Benutze auch weniger ICQ seitdem.
Das war eh der Weg in das Blog - als meine auf ICQ geäußerten Gedanken immer wieder von bloggenden Freunden und Bekannten aufgegriffen wurden. Ärgerlich, sowas.
Und deswegen das Blog (und der dazugehörige Name). Kein richtiger Grund, keine vorgefertigte Zielrichtung, nicht mal ein besonders hoher Qualitätsanspruch. Muss ja jeder selbst wissen, ob er/sie sich das antun will oder nicht.
Klingt einfach, war aber wirklich schwer. Bin oft genug an Hausarbeiten etc. gescheitert, weil sie meinem eigenen Qualitätsanspruch nicht genügten. Obwohl eine Bestehen sowie eine durchschnittliche Punktzahl durchaus drin gewesen wären. Aber ich habe gelernt, zu entspannen und frei nach Schnauze zu schreiben. Leichtigkeit ist nicht einfach. Ich stecke auch noch mittendrin.
Ein Beispiel ist dieser Blogeintrag. Es sollte eigentlich um Alex gehen. Und warum er nicht bloggt. Bzw. seine Bloganfänge wieder hat einschlafen lassen. Der Brüsseler hats nämlich schon mal gegeben. Aber er hat zuviel gedacht. Zuviel darüber sinniert, ob er über dieses und jenes bloggen sollte oder nicht. Einige wenige Kategorien sollten es nur sein. Schön sauber, akkurat. Und das ist m.E. der Tod des Blogger-Geistes.

Vor einigen Monaten der zweite Versuch, ich "zwang" ihn zu einer Anmeldung bei blogger.com, wieder Der Brüsseler, obwohl er doch jetzt in Frankfurt lebt. Und wieder monatelang immer wieder ein "hm, ich sollte vielleicht endlich mal was bloggen".
JA!
Der Mann ist nämlich mindestens so ein Vielredner wie ich! Mindestens!
Fragt nicht, wie das schon seit mehr als 2 Jahren klasse funktioniert mit uns beiden *grins*

HEUTE nun ist der erste Blogeintrag auf dem neuen Blog erschienen. Er las einen Artikel im Spiegel (Printausgabe), wollte mich am Telefon informieren und ich war mit M.Devi beschäftigt. Keine Zeit für meinen Schatz. Also wohin damit? Genau, ab auf das Blog.

Und euch sage ich: Hin da! Kommentare abgeben! Damit er bei der Stange bleibt!

@Kirsten: Ich gehe davon aus, dass unser "Blogger-Treffen" in HH mit ein Grund war, also danke dafür ;-)

Druck

Ja, ohne eine gewisse Portion Druck kann niemand leben, ich schon gar nicht.
Schwierig wirds dann, wenn man das Gefühl hat, von diesem Druck übermannt zu werden.
Man zuviel Zeit für anderen Kram verschwendet hat (und die Verschwendung erst viel zu spät feststellt). Wenn man sich den Mund fusselig geredet hat, mitgedacht und mitgelitten hat und dann alles für die Katz war. Weil Einsicht Mangelware war. Stattdessen menschlicher Punchingball gewesen. Keine Rücksichtnahme auf meine Befindlichkeiten. Bis ich die Notbremse gezogen habe.
Das ist nicht allein der Grund, warum soviel Arbeit liegengeblieben ist, aber doch einer davon. Schade, dass ich mich von einem lieben Freund etwas entfernen musste, aber notwendig für mich, meine nervliche Gesundheit und meine anderen Projekte.

Ärgerlich, dass ich soviel Zeit damit verschwendet habe, gar nichts zu tun, Nichtigkeiten zu erledigen, Ablenkung zu suchen und zu finden.
Jetzt hab ich diesen großartigen Job und fahre doch irgendwie nur auf max. 75%, vielleicht sogar nur auf 50%. Weil im Nacken (dem verspannten) soviele andere Dinge sitzen. Verpasse großartige Veranstaltungen auf der Buchmesse und drumherum, weil ich so müde bin, und einfach Angst habe, Zeit zu verschwenden.
Zwischenprüfung VK verschoben. Erleichterung. Auch wenn das Studium damit noch länger dauern wird.
Sogar die von mir selbst gewünschten Blogeinträge über meine Zeit mit M.Devi schiebe ich vor mir her. Kopf schmerzt. Zu wenig getrunken heute. Die public Tage auf Messen sind die Hölle. Danke Alex, dass du da bist.
Und bloggst. Endlich. Der Spitzenplatz in meinem Blogroll war seit Bestehen des Blogs
für dich reserviert und wird nun seit heute im zweiten Versuch mit Leben erfüllt.

Ich bin die Jüngste und benötige den meisten Schlaf ..

Man muss sich das mal vorstellen:

Man sitzt morgens zusammen, die dem personal assistant bekannte Tagesplanung besagt ein Interview am Nachmittag, also ab ins Museum und Mittagessen, danach ein wenig Ausruhen für die kommenden Termine. Unser Weltklasse-Fahrer Eddy, der uns schon einen günstigen Telefonladen empfohlen hat, kannte auch einen klasse chin. Take-away, wo wir mal wieder hindüsten (und inzwischen bereits bekannte Stammkunden sind *lach*).
Überhaupt ist Eddy ein echter Gewinn für uns, keine Frage!
Dann ein Telefonat - das Interview wird noch später sein, dafür werden es zwei. Allerdings stressfreier im Hotel. Auch gut.
(Un-)glücklicherweise kurz ins Hotel geflitzt, und da lag sie - die wohl erst vor kurzem unter der Tür durchgeschobene Einladung zu einem sehr wichtigen offiziellen Termin (die Dame, der ich Tags zuvor auf den Fuß getreten bin, wünschte einen Eintrag in ihr goldenes Buch). Also schnell zurück gehetzt, meine "Reisegruppe" beim Mittagessen erwischt, kurz ins Büro gehetzt, Bericht erstattet. Die armen Mäuse da wurden auch nicht informiert. Typisch Messe also, oder sollte ich sagen, typisch Inder? *g*
Naja, mir wurde schon warm im Pulli, als ich mal wieder durch die Gänge des Hotels flitzte, da M. Devi und ihr Anhang mit der Limo unterwegs waren, musste Alex als Fahrer herhalten.
Lichtblick: Reisegruppe ist inzwischen in time im Hotel, Erziehungsminister, Botschafterin etc. werden gleich in der Kolonne losfahren, wir sind Wagen Nr. 3, könnten dann mal langsam los. Sanftes Drängen. Leicht stärkeres Drängen.
Aber der dominante Teil der Reisegruppe, der uns Gott sei Dank heute (Fr) verlassen hat, lächelte nur, lehnte sich zurück, ließ sich von mir Tee bringen und erklärte mir wie einem dummen Kind, dass Mahasweta Devi sich an keine Regeln halten müsse und daher das Hotel nicht verlassen sondern sich ausruhen würde. Argh! Ich war tatsächlich kurz vorm heulen und hab mich an meinem Becher Tee festgehalten ...
Eigentlich brodelte der Ärger über diesen Kerl schon seit Tagen und eigentlich hatte ich vor, ihm mal so richtig die Meinung zu geigen, da beginnt er plötzlich ÜBER MICH zu dozieren, informiert die beiden Damen, dass ich anscheinend ein typisches Exemplar der angepassten, den Regeln sklavisch folgenden jungen Europäerinnen sei.
Mein Einwand, dass es einen eklatanten Unterschied zwischen meinem persönlichen Verhalten und meinem Job gäbe, und das rebellieren rein um der Rebellion wegen irgendwie albern und vor allem unhöflich sei, wurde lächelnd mal wieder übergangen. *grmpf*
Tatsächlich hatte ich Mr. Oberschlau sogar einige Wünsche erfüllt und einen Gedichtband von Rilke sowie die Adressen und Telefonnummern von Sinti & Roma - Vertretungen in und bei Frankfurt. Als ich Buch und Zettel hervorzog, breitete sich ein Lächeln auf seinem Gesicht aus und er meinte, dass diese Dinge das wichtigere "Golden book" seien, M.Devi lächelte nett dazu und ich war völlig ins Abseits gestellt. *doppelgrmpf*

Danach galt es, sowohl die Autorin als auch die Räumlichkeiten auf die TV-Interviews vorzubereiten. Das erste Date war mit einer leicht verpeilten Redakteurin einer ARD-Anstalt, deren englisch eher durchschnittlich war, die Qualität ihrer Fragen lag sogar noch darunter. Mahasweta Devi, selbst jahrelang (und immer noch) als Journalistin tätig, war danach entsetzt über sie.

Das zweite Interview sollte mit einem indischen TV-Sender stattfinden, NDTV. Schon im Foyer traf ich auf den Moderator von "Just books", Sunil Sethi, der mich mit warmem Lächeln begrüßte, gerade auf der Suche nach der perfekten Location für das Interview. Ich bot unser Wohnzimmer an, aber das schien ihm nicht spektakulär genug für M. Devi, ebenso seien die Lobby und die Bar dafür völlig inakzeptabel. Schön zu hören!

Seine Assistentin vom Goethe-Institut (ich hab ihren Namen vergessen, aber sie war mega-nett, liebe Grüße unbekannterweise!) und ich beguckten uns darauf hin das Lounge-Restaurant im 21. Stock und fanden einige Plätze mit großartiger Aussicht. Doch was sagte der Kameramann? "Fenster werden eh verschlossen wg. Gegenlicht". Argh!
Ich wurde gebeten, im Zimmer zu warten, als plötzlich der Anruf kam, ob es zu große Umstände mache, auf mein Angebot mit dem Wohnzimmer zurückzugreifen ... *lach*

Das Wohnzimmer wurde umgestellt, Sunil Sethi sehr sehr professionell und höflich, ohne dabei schleimig zu wirken. Dabei hat sie ihn auf freundliche Art zunächsteinmal entwaffnet, und das mit einer kleinen Bitte: "Please ask me INTELLIGENT questions."
Er fing ein wenig an zu stottern, versprach aber, sein Bestes zu geben. Armer Kerl, er konnte ja nicht wissen, was sie kurz zuvor mit der deutschen Dame erlebt hatte.

Ich war beim Interview zugegen und war sehr beeindruckt von seiner Professionalität. Seine Fragen beinhalteten sehr viele Informationen über Mahasweta Devi, damit auch der nicht so gut über M. Devi informierte Zuschauer sofort genügend Informationen hatte, ohne dass er sie zu Beginn hätte groß vorstellen müssen. Cleverer Schachzug, keine Frage.
Auch hat er alle Fragen, die er stellte, auch beantwortet bekommen, teilweise verpackte er die eigentliche Frage noch zwei Mal, bis sie trotz Ablenkungsversuche die Frage letztendlich beantwortete. Dazu sein sehr höfliches Auftreten, seine unverholene Bewunderung für Mahasweta Devi, das hat wirklich Spass gemacht. Obwohl ich feststellen durfte, dass ihm zeitweilig ein wenig die Hände zitterten. Ihr Hinweis auf die intelligenten Fragen hätte wohl jeden nervös gemacht. Habe ihn danach auch aufgeklärt *g* Beeindruckt hat mich auch sein Wortschatz. Sehr britisches Englisch, gewählt ausgedrückt.
Aber der Mann (sehr gepflegt, Alter daher schwer schätzbar, aber auf jeden Fall über 40) hat dann auch mein Herz erobert. Nachdem man mir schon tags zuvor ein Kompliment für meine Betreuung der journalistischen Besucher übermitteln ließ (ich wuchs gleich einen 1cm!) sparte auch er nicht an begründetem Lob über meine Arbeit, Hilfsbereitschaft und mein Mitdenken. Und dann kams: "Are you also Bengali?" Ich schwebte mind. 5 cm über dem Boden, dass ein Inder mich anhand meiner englischen Sprache für eine Inderin hielt! Über meine Antwort "daughter of an bombayian mother and a german father, living in germany" war er erstaunt und drückte mir ein zweites Mal seine Visitenkarte in die Hand.
Danach das normale Abendprogramm: Futter to go irgendwo besorgen (meist beim Chinesen), noch nen Tee zusammen trinken, Tagesplanung für den nächsten Tag besprechen - es geht endlich auf die Messe! -, noch nen Whiskey kippen und dann ab nach Hause, tot umfallen.
Während die Damen doch noch vergleichsweise fit und vergnügt wirken ....

Mittwoch, Oktober 04, 2006

Buchmessen-Eröffnung

Was wäre eine große Veranstaltung ohne eine große Eröffnung?
Und was wäre eine große Eröffnung ohne Eröffnungsreden?

So natürlich auch die 58. Frankfurter Buchmesse.
Dort sprechen dann z.B. die Frankfurter Oberbürgermeisterin Roth, der deutsche Außenminister Steinmeier, der indische Bildungsminister Singh und auch "meine" Mahasveta Devi als "cultural speaker".
Natürlich in unterschiedlicher Qualität.

Aber zunächst einmal muss man dorthinkommen. Also mit großem Bahnhof in der Limo-Kolonne mitsamt blau-berittener Motorradpolizei zum Messegelände - bevor Unklarheiten bestehen, das war in erster Linie für den Bildungsminster, unser Auto war da nur mit drin *g* - dort selbstverständlich zu spät angekommen, weil zu spät los, massig Honneurs von irgendwelchen wichtigen Buchmessenleuten, die den Bückling probten, während Mrs. Devi eigentlich nur durch den Gang gehen wollte. So stapelten wir uns mit dem Minister und seiner Frau sowie diversen Messe-Oberen vor der V.I.P. Tür und ich überlegte schon, wie ich als Sidekick als bald als möglich aus der Schußlinie kommen könnte. Aber man beruhigte mich, ich müsse mich nicht so klein machen und durfte also mit den VIPs in den Saal. Großer Fehler!
Denn kam waren wir drin und versuchten, M.Devi an ihren Platz zu bringen (links jemand von der hessischen Staatskanzlei, rechts der Außenminister), waren die Photographengeier schon um uns herum. Und ich mittendrin! Help!
Also habe ich versucht, mich am Minister vorbei zu drücken, bin dabei glaube ich Frau Roth, der Oberbürgermeisterin auf den Fuß gestiegen, auf jeden Fall hab ich entschuldigend gelächelt und sie hat mich dann später immer wieder angeguckt als wenn sie sich an den Tritt erinnert hätte ...
Dann fix ab in eine der oberen Reihen und schon gings los mit den Reden. Vielen Reden. Langen Reden.
Roth startete witzig, ließ aber dann nach, viele Untertöne blieben mir höchstwahrscheinlich deswegen verschlossen, weil ich wenig Ahnung von Kulturpolitik in Hessen habe und deswegen Sticheleien nicht gepeilt habe.
Steinmeier hingegen war interessant, siehe auch hier und hier (M.Devi rechts auf dem Bild neben Steinmeier), aber viiiiiiiel zu lang. Hab leider zwischendurch abgeschaltet und mich darüber geärgert, wieviele Leute anscheinend zu blöd sind, ihr Mobiltelefon auf Vibration zu stellen.
Auch sehr witzig zu beobachten, in welcher Lautstärke Leute sich unterhalten, die gleichzeitig über Kopfhörer die Übersetzung der Rede hören. Anstatt die Kopfhörer kurz abzunehmen, unterhalten sie sich lieber in höherer Lautstärke ....

Schön zu sehen, wie bei der Ansprache der Zuhörer die Reihenfolge der Wichtigkeit der Personen von den Redenschreibern vorsortiert wird, damit der Halter der Rede die richtigen, wichtigen Menschen anspricht. Man aber schnell mal improvisieren kann. Nur so kann ich mir erklären, dass weder Bloos, noch Roth oder Steinmeier Mahasweta Devi ansprachen, nachdem jedoch der indische Bildungsminister sie besonders herzlich begrüßte, richteten die folgenden Redner herzliche Grüße auch an sie. *lach*

Mahasweta Devi selbst hielt eine großartige Rede (hier abgefeiert von der Sueddeutschen), die mich jedoch - da ich sie am Wochenende schon gelesen hatte - in der Dauer ein wenig langweilte. Hier als Pdf. Das sahen die anderen Zuhörer jedoch nicht so, wie ich beobachten konnte. Während aller anderen Reden war immer ein leichtes Kommen und Gehen im Raum, bei Devis Rede sah ich nahezu niemanden, der seinen Platz verließ. Danach sah ich auch noch vereinzelte Standing ovations. Obwohl nach ihr noch Gottfried Honnefelder, Vorsteher des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels, sprach und auch die Messe eröffnete, eilte ich zu ihr, um sie zu fragen, ob sie gehen oder bleiben wolle. Sie antwortete mit einem "ich will ins Hotel, und ich will noch die Rede hören". Steinmeier, der neben ihr sass, guckte etwas irritiert, so lächelte ich ihn an und meinte nur: "Das mache ich seit vier Tagen mit." Grinsen von beiden Seiten. Bin dann all den Promis vorbeigehuscht und hab mich einfach neben der indischen Konsulin auf die Stufen gesetzt und Honnefelders nette Rede von dort verfolgt.
Danach rief sie schon nach mir - "daniellla!" - doch kaum hatte ich sie erreicht, war sie schon umringt von Bewunderern, die sie auf den Inhalt ihrer Rede ansprachen und ihre Bewunderung ausdrückten. Plötzlich war ich umringt von Mehasweta Devi auf meiner linken Seite (ich wollte sie am rechten Arm gestützt hinausbringen!), und Petra Roth sowie Steinmeier auf der anderen Seite, die gerade mächtig dabei waren, Hände zu schütteln und in die Kameras zu grinsen. Kameras?! Argh! Ich begann mich fix hinter Roths Rücken zu verstecken um geduckt zu fliehen, aber auf der anderen Seite wurde gerade der indische Erziehungsminister Singh in seinen Rollstuhl gehievt. Also duckte ich mich weg und setzte mich einfach auf die unbenutzten Stühle - sehr zum Amüsement einer Messeorganisatorin, die so lieb war, bereits einen Rollstuhl zu organisieren. Und dann kam ER - Shashi Thadoor, UN-Untergeneralsekretär und gleichzeitig indischer Schriftsteller. Und ließ sich medienwirksam von Mahasweta Devi knuddeln. Der Kerl ist echt nicht dumm *grins* schade, dass er nicht der nächste UN-Generalsekretär wird. Vielleicht sollte ich mir diesen Kontakt mal warmhalten *lach*
Danach folgte noch die große Eröffnung in der Alten Oper, der Chairman des National Book Trust mit Gesang und Tanz und Dinner - doch Mahaswetas Antwort auf diese Einladung war: "Who is singing and dancing? I? So why should I go there? Dinner at ten? Shall I die in Germany?". ;-)
Und wenn ich die Informationen der Ministerehefrau richtig deute, war es beim Essen in erster Linie voll und man stand lange in der Schlange. Sehr ärgerlich. Und 2 Stunden indisches Singing and Dancing ist ja ehrlich gesagt auch nicht soo mein Ding. *g*
Also zurück zum Hotel, ein wenig Essen to go mitgenommen, nett zusammengesessen und gequatscht, bis der Fahrer mich nach Hause gebracht hat. Und dann Alex ein Ohr abgekaut bei der kompletten Berichterstattung. Und lieber einen Tag gewartet, bevor ich den Blogeintrag verfasst habe ...
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